Archiv für den Tag 6. September 2013

Stadtwerke Flensburg übernehmen Stromnetz der Nachbargemeinde Harrislee

Schleswig-Holstein Netz AG und Stadtwerke Flensburg einigen sich über Übertragung der Stromnetze in Harrislee

(Pressemitteilugn der Stadtwerke Flensburg) Die Schleswig-Holstein Netz AG und die Stadtwerke Flensburg haben den Vertrag zum Kauf des Harrisleer Stromnetzes unterschrieben. Die Stadtwerke Flensburg werden damit zum 1. Januar 2014 Eigentümer der Stromleitungen der Grenzgemeinde mit allen Rechten und Pflichten.
Bereits im Jahr 2009 hatte sich der Flensburger Energieversorger kurz nach der Ausschreibung um die Stromnetz-Konzession in Harrislee beworben. Nach intensiven Verhandlungen unterschrieben am 16. Dezember 2011 Harrislees damaliger Bürgermeister Dr. Wolfgang Buschmann und Stadtwerke Flensburg Geschäftsführer Maik Render den sogenannten Stromnetz-Konzessions-Vertrag, der dazu berechtigt, in einer Stadt oder Gemeinde ein Stromnetz zu betreiben. Dies war Startschuss und Basis für den nächsten Verhandlungsblock. Denn Eigentümer des Stromnetzes war nicht die Gemeinde Harrislee, sondern die Schleswig-Holstein Netz AG, mit der ein Kaufpreis für das Stromnetz gefunden werden musste. Da es sich hier technisch, finanziell und vor allem strategisch um ein großes Projekt für die Stadtwerke handelt, war zu erwarten, dass dieser Prozess Zeit in Anspruch nehmen würde
Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg freut sich über den konstruktiven Verhandlungsverlauf: „Natürlich gibt es bei Verkäufen von Stromnetzen immer einen Interessenkonflikt. Ein Verkäufer soll etwas verkaufen, was er gar nicht verkaufen möchte. Der Käufer vermutet deswegen einen zu hohen Preis. Wenn beide Parteien sich das vor Augen halten und es schaffen, ausschließlich auf der Sachebene zu sprechen, kommen beide auch zu einem vernünftigen Ergebnis. Sicher ist es bei den Gesprächen mit der Schleswig-Holstein Netz AG auch mal hart zur Sache gegangen, aber eben nur um die Sache und immer mit gegenseitiger Wertschätzung. Herr Dr. Andreas Ostmann als Verhandlungsführer auf unserer Seite hat ein für beide Seiten tragfähiges Ergebnis erzielt. Und das ohne anwaltliche oder gerichtliche Unterstützung!“
Über den Kaufpreis für das Harrisleer Stromnetz ha-ben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.
Bei einem Blick auf die Landkarte, ist schnell erkenn-bar, wie gut die Orte Flensburg und Harrislee aus Stromnetz-Sicht zusammen passen. Die Harrisleer können sich darauf verlassen, dass die Stadtwerke Flensburg in Harrislee die gleichen hohen Standards an die Versorgungssicherheit und Stromversorgunganlegen, wie dies in Flensburg seit Jahrzehnten der Fall ist.
Das Stromnetz in Harrislee hat eine Länge von 153 Kilometern – dadurch wächst das Flensburger Strom-netz mit einer Länge von 1.085 Kilometern um 14 Prozent auf fast 1.240 Kilometer. Zu den 306 Netzstationen in Flensburg kommen 59 Harrisleer hinzu. Die Zählerzahl erhöht sich um 6.600 aus Harrislee oder etwa 10 Prozent auf insgesamt 70.600.

Hartz IV und Sanktionspraxis – Diskussionsveranstaltung mit der Jobcenter-Rebellin Inge Hannemann am 13.9.2013 in der Neustadt 21, Flensburg

Inge Hannemann, suspendierte Jobcenter-Mitarbeiterin aus Hamburg-Altona, verweigert sich der gängigen Sanktionspraxis

Vortrag und Diskussion mit Inge Hannemann
am Freitag, den 13.09.13 um 19.00 Uhr
in der Neustadt 21 (Alte Deutsche Bank), Flensburg 

Als Auftakt zur 6. bundesweiten Aktionswoche des Bedingungslosen Grundeinkommens hat die Flensburger Ortsgruppe der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen gemeinsam mit  der lokalen attac-Gruppe die ehemalige Arbeitsvermittlerin des Jobcenters HH-Altona Inge Hannemann eingeladen.

Inge Hanneman, auch als „whistleblowerin“  bekannt und seit April 2013 von der Arbeit freigestellt, wird am Freitag, den 13.09, in N21 (Alte Deutsche Bank) über ihre Erfahrungen im Altonaer Jobcenter sprechen und über den aktuellen Stand der juristischen Auseinandersetzungen mit ihrem bisherigen Arbeitgeber.
Seit ihrer Freistellung ist sie eine öffentlich umstrittene Person – sie befindet sich im Rechtsstreit mit der Bundesagentur für Arbeit, weil sie sich immer wieder kritisch zur Arbeitsweise der Jobcenter geäußert hat, zur Hartz IV Gesetzgebung und ihrer drakonischen Anwendung – sie prangert vor allem die entmündigende Sanktionspolitik an, die von den Ämtern immer wieder als Druck- und Repressionsmittel bei Erwerbslosen eingesetzt wird.
Seit 2011 schreibt sie systemkritische Anmerkungen auch öffentlich in ihrem Internetblog und dies in schonungslosem Ton. Seither nimmt der Ärger mit der Behörde zu. Sie erfährt aber auch zunehmend Solidaritätsbekundungen aus der gesamten Bevölkerung, nicht nur von bisherigen KollegInnen sondern auch von ehemaligen „Kunden“, Erwerbslosen- und Grundeinkommensgruppen bis hin zu prominenten PolitikerInnen, wie Katja Kipping und Heiner Geißler.
Noch kämpft sie darum zu ihrem alten Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen, was ihr, wie es in den Interviews heißt, aus politischen Gründen verwehrt wird,  zeitgleich organisiert sie sich mit MitstreiterInnen und setzt sich als erste „Hartz IV Klägerin“ eines deutschen Jobcenters für die Wiedereinführung eines unangetasteten Existenzminimums für alle ein, zum Beispiel in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens.
An den Vortrag schließt sich eine offene Diskussion an, in der wir Inge u. a. befragen wollen, welche radikalen Arbeitsmarktreformen in ihren Augen zu einer Entspannung und Humanisierung des Arbeitsmarktes führen würden und wie eine sinnvollere und gerechtere Verteilung gesellschaftlicher Arbeit in Zukunft aussehen könnte.

Ansprechperson: Katherine Dunning, Tel. 04622–2122 (AB)

Spannend und passend zum Thema auch der Beitrag auf altonabloggt: Bezirksversammlung Altona – Beratungsanspruch Eingliederungsvereinbarung unter: http://altonabloggt.wordpress.com/2013/09/05/bezirksversammlung-altona-beratungsanspruch-eingliederungsvereinbarung/

Zum Thema auch die Presse-Info der Bundesagentur für Arbeit 035 vom 14.06.2013 Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter unter: http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2013/Presse-13-035.html

Zu Ingrid Hannemanns Beweggründen und Positionen empfehlen wir das untenstehende Video

Ein Gespräch mit „videoatonale“ Berlin vom 15. April 2013

Kommunaler Finanzausgleich – Radio-Diskussion mit Henning Brüggemann am 8.9.2013 auf NDR 1

Flensburgs Bürgermeister und Stadtkämmerer Henning Brüggemann am 8. September live beim NDR 1 Welle Nord

Am kommenden Sonntag, den 08. September 2013 wird Flensburgs Bürgermeister Henning Brüggemann als Studiogast an der Sendung „Zur Sache“ zum Thema Kommunaler Finanzausgleich teilnehmen und die Position der schleswig-holsteinischen Zentren in einer Radiosendung vertreten. Die Sendung wird sich mit dem seit einigen Tagen vorliegenden Entwurf eines Gesetzes über eine Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs beschäftigen. Insbesondere werden dabei die grundsätzlichen Überlegungen, sowie die Verteilungsgerechtigkeit im Mittelpunkt der Diskussion stehen.
Neben Henning Brüggemann wird der Innenminister des Lands Schleswig-Holstein, Andreas Breitner, sowie der Landrat des Kreises Stormarn,  Klaus Plöger, an der Sendung teilnehmen.
Henning Brüggemann ist als Bürgermeister und Stadtkämmerer ein profunder Kenner der Materie und hat bereits in der Vorbereitung des Gesetzesentwurfs im Innenministerium seit mehr als einem Jahr fachlich am Thema mitgearbeitet.
Die Sendung „Zur Sache“ wird am Sonntag, den 08. September von 18:05 – 20:00 Uhr im Radio NDR 1 Welle Nord auf Frequenz 89,6 (Flensburg) ausgestrahlt.

Clemens Teschendorf, Pressestelle der Stadt Flensburg

Mehr zum neuen Gesetzentwurf in dem Beitrag Gesetzentwurf für Reform des kommunalen Finanzausgleichs steht zur Diskussion – Andreas Breitner: Wir stärken die Städte und die ländlichen Gemeinden auf der Homepage des Landes Schleswig-Holstein unter: http://www.schleswig-holstein.de/IM/DE/Service/Presse/PI/2013/130904_im_fagReform.html

Cathrin Alisch spielt und spricht: „Lieder für Liebende“ von Mascha Kaléko am 11.09.2013 in der Ossietzky-Buchhandlung Flensburg

„Großstadtmärchen aus dem Lesebuch des Lebens“ von Mascha Kaléko

Mittwoch, 11.09.2013 um 19:30 Uhr in der
„Ossietzky-Buchhandlung“, Große Str. 34, Flensburg
Eintritt 6,- (4,-)

wegen der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen wird um Anmeldung gebeten: Tel. 0461 29601 und FAX 0461 13462

Mascha Kaléko wurde als Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter 1907 am Rande der damaligen Donaumonarchie geboren, war im Berlin der 20-er Jahre zu Hause und galt als ein außergewöhnliches literarisches Talent, bei dem sich auf unnachahmliche Weise wacher Verstand mit weiblichem Charme mischten, politische Schärfe mit Witz und romantischer Ironie. Überraschende Wechsel zwischen Klang und Sprache, in denen sich die Wege der Dichterin spiegeln und das Gestern, Heute, Morgen ineinander verschwimmen – zeitlose Lieder über die Liebe und das Leben zwischen Trauer, Hoffnung und „aufgeräumter Melancholie“.

Die berliner Künstlerin Cathrin Alisch (voc, viol, acc.) spielt und spricht die Texte, „als wären sie für sie erdacht“, ergänzt durch biographische Details und hat als ausgebildete Musikerin einige der schönsten Gedichte neu vertont.
www.cathalin.de

…“Als ob die Enkelin die Worte der Großmutter wieder aufnimmt…“

„Eines der lebendigsten Programme, das zu diesem Thema derzeit zu erleben ist.“

Programmdauer: ca 80 min

Mascha Kaléko – Ein Podcast mit Gedichten der Lyrikerin präsentiert von dtv und dem Literartur-Café im Internet unter: http://www.literaturcafe.de/html/kaleko/index/ophp/

Mehr aus dem spannenden Leben von Mascha Kaléko auch auf Wikipedia unter  http://de.wikipedia.org/wiki/Mascha_Kal%C3%A9ko

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