Tycoon/Highship-Projekt am Harniskai: Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber empfiehlt Auflösung des Vertrages

Vorhaben der Firma Tycoon am Harniskai unrealistisch

(Pressemitteilung der Stadt Flensburg vom 8.4.2013) Angesichts der Berichterstattungen der vergangenen Tage wird immer deutlicher, dass das Vorhaben der Firma Tycoon, am Flensburger Harniskai Bodeneffektfahrzeuge zu montieren nunmehr als unrealistisch anzusehen ist. Die Versprechungen der Firma, die im Übrigen auch gegenüber der WTSH abgegeben wurden, haben sich mittlerweile vielfach als ungedeckte Schecks erwiesen. Der Oberbürgermeister wird deshalb dem Hauptausschuss empfehlen, ihm das Mandat zu erteilen, das Vertragsverhältnis mit der Firma Tycoon so schnell wie möglich zu beenden. Als solide Entscheidungsgrundlage für die nichtöffentliche Sitzung wird den Fraktionen dazu auch der Kaufvertrag (Anm. J.P.: da hat sich offenbar ein kleiner Fehler in der PM der Stadt eingeschlichen, es muss wohl „Pachtvertrag“ heißen ) in Kopie zum internen Gebrauch ausgehändigt
Oberbürgermeister Simon Faber: „Das Projekt High-Ship wurde der Stadt Flensburg seinerzeit als eine große Chance verkauft. Ich kann zwar verstehen, dass mein Vorgänger diese nicht verstreichen lassen wollte, in Zukunft muss bei geplanten Ansiedlungsvorhaben jedoch eine gründlichere Prüfung erfolgen – auch wenn uns die Investoren von Dritten angedient werden“. Gleichwohl unterstreicht Oberbürgermeister Faber die Wichtigkeit von innovativen Ansiedlungsprojekten: „Der Fall High-Ship darf nun nicht dazu führen, dass wir attraktive Ansiedlungen in Flensburg nicht mehr realisieren wollen. Im konkreten Fall sind wir jedoch nun an einem Punkt angelangt, an dem wir unsere Vertragspartner nicht mehr als seriös anerkennen können. Die Stadt kann sich hier nicht länger an der Nase herumführen lassen. Deswegen werde ich dem Hauptausschuss empfehlen, uns das Mandat für eine schnellstmögliche Beendigung des Vertragsverhältnisses zu erteilen“.
Der Vertrag mit der Firma Tycoon sah ursprünglich eine Nutzung des Grundstückes Harniskaispitze über 30 Jahre vor. Produziert werden sollten hier neuartige Bodeneffektfahrzeuge.

Kathrin Ove, Pressestelle des Rathauses, Stadt Flensburg

 

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Veröffentlicht am 8. April 2013 in Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Lieber Jörg,

    ist nicht der Punkt erreicht, dass die Staatsanwaltschaft sich darum kümmern müsstte, warum sich OB oder Verwaltung auf so laxe Verträge eingelassen haben?
    Ich kannte Herrn Tscheuschner seit dem ersten Auftritt – allein – in der Beethoven Straße. Wir fanden uns über den Bielefelder “Migrationshintergrund”. In der FDP hatten wir ja Hoffnung mit Jörg Petersen einen bekannten, renommierten Flensburger Kandidaten Chancen zu haben.
    Aber Tscheuschner erwies sich als kommunaler Profi und zudem per CDU besseren Stimmenbasis. Die Schlussphase mit Sparkasse, Hallenbad und Tycoon-Highship-Projekt ist jedoch mehr als merkwürdig. Die Risiken müssen Tsch. bewußt gewesen sein. Hat die Verwaltungsspitze ihn gelinkt?
    Man müsste das thematisieren. Auch, um Faber eine Grenze aufzuzeigen.
    Man töte das Huhn, um den Affen zu erschrecken. (Chin. Sprichwort)

    Gruß Gerd

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