Campusbad Flensburg: Zukünftig als Tochter unter dem Dach der Stadtwerke

Stadtwerke Flensburg übernehmen Campusbad

(Gemeinsame Pressemitteilung Stadtwerke Flensburg/Stadt Flensburg) Wenn die verantwortlichen Gremien zustimmen und die letzten offenen Fragen positiv beantwortet sind, werden die Stadtwerke Flensburg Betreiber des Flensburger Campusbades. Damit wäre sichergestellt, dass der Betrieb des Bades ohne Unterbrechung weitergeführt werden kann und die Flensburger ein betriebsbereites Schwimmbad in der Stadt nutzen können. Badegäste und Vereine haben dann einen starken kommunalen Partner, auf den sie sich langfristig verlassen können.

Das ist ein wichtiges Ergebnis einer Arbeitsgruppe der Stadt Flensburg unter Leitung des Oberbürgermeisters Herrn Simon Faber und Führung der Stadtwerke Flensburg durch Herrn Dr. Andreas Ostmann sowie Herrn Thomas Rasmussen, Geschäftsführer der Flensburger Friedhöfe, die in den letzten Wochen intensiv an einer Zukunftslösung für den Weiterbetrieb des Campusbades gearbeitet hat. Neben Vertretern der Verwaltung haben sich mit Frau Erika Vollmer (WiF), Frau Ellen KittelWegner (Bündnis 90/Grüne), Herrn Dr. Frank Markus Döring (CDU), Herrn Rolf Helgert (SPD) und Herrn Thorsten Kjærsgaard (SSW) auch Vertreter der Flensburger Ratsfraktionen in den vergangenen Wochen mit der aktuellen Ausgangslage und möglichen Lösungsszenarien zum Weiterbetrieb des Campusbades beschäftigt. Diese Arbeit erfolgte mit fachlicher Unterstützung der Stadtwerke Flensburg sowie externen Anwaltskanzleien in gesellschaftsrechtlichen, steuerlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Fragen. Da die Stadtwerke Flensburg von Beginn an Mitglied der Arbeitsgruppe waren, konnten sie  den Entscheidungsprozess aktiv mitgestalten.

Der Flensburger Oberbürgermeister Simon Faber ist froh, eine optimale Lösung gefunden zu haben: „Ich freue mich, dass wir konstruktiv, zielorientiert und in sehr kurzer Zeit zu einem Ergebnis gekommen sind, dass nicht nur kurzfristig den Betrieb des Schwimmbetriebes sicherstellt, sondern auch eine langfristige Perspektive für das Campusbad darstellt. Viele dringend zu klärende Detailfragen haben wir bereits geklärt. So ist es möglich, den Badbetrieb unterbrechungsfrei aufrechtzuerhalten. Hier möchte ich auch dem Insolvenzverwalter danken, der kooperativ mit uns zusammen gearbeitet hat. So konnten wir sowohl die schwierige Phasen der vorläufigen Insolvenz als auch die Eröffnung der Insolvenzverwaltung für die Aqua Vital zufriedenstellend lösen.“

Neben der Lösung für die aktuelle Situation hat die Arbeitsgruppe parallel an zukünftigen Betriebskonzepten gearbeitet. Dabei werden voraussichtlich die Stadtwerke Flensburg eine entscheidende Rolle übernehmen. Allerdings sind noch letzte steuerliche Fragen zu klären, die das favorisierte Konzept gefährden könnten.

Als Basis für ein neues Betreiberkonzept soll eine   Betreibergesellschaft als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Flensburg GmbH gegründet werden. Diese könnte die Rolle der bisherigen Aqua Vital GmbH übernehmen. Damit haben die jetzigen Mitarbeiter eine konkrete Perspektive für die Fortführung ihrer Beschäftigung. Für die Aktivitäten der Badegäste, sowie Schwimm- und Sportvereine sieht es somit ebenfalls sehr gut aus. Dieses Ergebnis konnte nur durch die konstruktive Begleitung aller Beteiligten erreicht werden.

Die wichtigsten Weichenstellungen sind somit erfolgt. Auch die CommerzReal hat über die MARBANA – die das Campusbad errichtet hat – ihren konstruktiven Beitrag zum Gelingen geleistet. Auf dieser Ebene sind in den kommenden Wochen noch weitere Gespräche notwendig, um die nächsten Aktivitäten einzuleiten.

Dr. Andreas Ostmann, der neben seiner Funktion als Einzelprokurist und kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Flensburg die Arbeitsgruppe fachlich geführt hat, freut sich auf die neue Herausforderung: „Sobald wir die strategische Ausrichtung verabschiedet und alle offenen Fragen geklärt haben, können wir uns dem operativen Geschäft zuwenden und schauen, wie wir das Campusbad und seine Angebote für die Besucher noch interessanter machen können.“

Begleitend haben bereits erste Gespräche zwischen den Stadtwerken Flensburg und der Fördeland Therme in Glücksburg stattgefunden. Dabei stehen für beide Bäder eine möglichst hohe Auslastung, eine Minimierung der Kosten und Optimierung der Abläufe und Prozesse im Vordergrund. Gerade im operativen Badbetrieb könnten sich erhebliche Optimierungspotentiale ergeben.

Peer Holdensen, Unternehmenssprecher, Stadtwerke Flensburg GmbH
Clemens Teschendorf, Pressesprecher, Stadt Flensburg

Mehr Artikel zum Thema Campus-Bad Flensburg, wie auch zu ÖPP bzw. PPP  im AKOPOL-Blog unter: https://akopol.wordpress.com/category/campusbad/

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Veröffentlicht am 13. Februar 2013 in Campus-Bad, Campusbad, Daten und Zahlen, Flensburg News, Stadtwerke, Stadtwerke Flensburg, Wirtschaft und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Ursula Thomsen-Marwitz

    Hallo Jörg,

    ist ja interessant! Wenn es damals schon die Weitsichtigkeit in der Politik gegeben hätte, die Gelder der Stadtwerke dürfen nicht in Venspils und Co. versenkt werden, stattdessen eine verantwortungsvolle Politik für die BürgerInnen der Stadt zu gestalten, Flensburg hätte vermutlich im Geld „schwimmen“ können. Gut „hätte“ war gestern und heute, ich denke, eine Lösung, die hoffen lässt. Jetzt bin ich auf die Preisgestaltung gespannt. Ob der Eintritt und Aufenthalt auch für BürgerInnen mit kleinem Einkommen bezahlbarer wird, sollte dabei auf jeden Fall herauskommen.

    Schade ist, dass die kleinen Fraktionen am Prozess nicht teilnehmen durften. Jetzt wird dies Ergebnis für die Wahl genutzt und alle haben gewonnen.

    Dass diese Prozessentwicklung auf Kosten demokratischer Grundprinzipien gestaltet wurde, spielt dabei keine Rolle. Verliererin ist die Demokratie, trotz des Erfolges. Dies stimmt mich nachdenklich.

    Liebe Grüße

    Uschi

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    • Hallo Uschi, hallo Jörg,

      den Anfang haben wir ja in der WiF gemeinsam erlebt, in der Hoffnung auf Transparenz und Offenheit den Bürgern gegenüber. Das es keine Transparenz gab, lag dann wohl an den in der vorherigen Ratsversammlung gemauschelten Verträgen. Die WiF kam ja bekanntlich erst nach diesem Deal in die Ratsversammlung.

      Gerade deswegen vermisse ich als Bürger auch heute wieder die Transparenz. In Wirklichkeit wird hier weder etwas offen gelegt, noch kann man nachvollziehen, wie sich das entwickelt hat und weiter entwickeln wird. Es wird sich nur gegenseitig über den Klee gelobt. Auch die WiF spielt dieses Spielchen mit. Leider.

      Mich würde interessieren, was das Campusbad Flensburg bisher gekostet hat. Welche Investitionen und monatlichen Kosten waren bisher zu tragen.

      Und zum Vergleich, was kommt auf uns Bürger zu ? Welche Beträge müssen ggf. an wen (Insolvenzverwalter, o.a.) geleistet werden ? Und natürlich, welche monatlichen Kosten kommen neben den Investitionskosten auf uns Bürger zu.

      Was ist mit dem Betreiber? Ist der Pleite bzw. was muss der tragen, was die Commerzbank und andere ggf. noch Beteiligte, von denen wir ev. nichts wissen. Und wie ist der ehemalige OB Tscheuschner in diesem Objekt verwickelt? Der hat doch damals auf Deubel komm raus die Verträge durchgepeitscht. Welche Verantwortung hat er ?

      Jetzt zu behaupten, dass man eine tolle Lösung hat ohne auch nur den Hauch einer Berechnung offen zulegen, halte ich, vorsichtig gesagt, für Sand in die Augen streuen, also für Täuschung der Bürger.

      Zahlen müssen auf den Tisch, die auch ich verstehe. Erst dann wird da etwas ehrliches zu Stande kommen. Auf keinen Fall wird keine der beteiligten Parteien, die jetzt schon wieder „geheim“ halten, bei der Kommunalwahl meine Stimme erhalten.

      Gruß
      Rudi

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