Archiv für den Tag 9. August 2012

Privatsache Gesundheit? – DGB-Veranstaltung am 22. August 2012 in Westerland

„Im Mittelpunkt unserer Philosophie steht der Mensch: Egal ob Patient, Mitarbeiter oder Gesellschaft, wir haben eine soziale Verantwortung, der wir gerecht werden wollen.“ Gut klingt sie, die Unternehmensphilosophie von Asklepios, einem der drei größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Und doch sind alle drei Konzerne derzeit aus den Zeitungsschlagzeilen kaum wegzudenken: Mit Übernahme“schlachten“, expansiven Wachstumserwartungen – und heftig geführten Tarifauseinandersetzungen – auch auf Sylt. Anlass genug für uns zu fragen:

Privatsache Gesundheit? Veranstaltung am Mittwoch, den 22. August 2012, 18 – 19.30 Uhr, im Seminarraum der „Alten Post“, Stephanstraße 6, Westerland

Wie sich der „Markt Gesundheit“ in den letzten Jahren entwickelt hat, welche Ansprüche PatientInnen, Gesellschaft und MitarbeiterInnen an gute Versorgung und gute Arbeit haben und wie und ob sie erfüllt werden – um all diese Fragen soll es auf unserer Veranstaltung gehen.

Mit Jörg von Böhlen, Betriebsratsvorsitzender Asklepios-Klinik Sylt,
Knut Lambertin, Referatsleiter Gesundheitspolitik beim DGB Bundesvorstand, und
Ursula Rummel, ver.di Westküste.

V. i. S. d. P.: DGB Schleswig-Holstein Nordwest, Dr. Susanne Uhl, Regionsgeschäftsführerin, Rote Str.1, 24937 Flensburg, flensburg@dgb.de

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Auch in Flensburg Aktionstag am 29.9.2012 unter dem Motto „Vermögensteuer und UmFAIRteilen jetzt!“

Seit Jahrzehnten Steuergeschenke für die Reichen, während den Städten und Gemeinden das Geld ausgeht!

Wir diskutieren ja im AKOPOL-Blog auch viel über die marode Finanzlage der Stadt Flensburg. Interessant ist unten zu sehen, wie in den letzten 60 Jahren die Steuersätze nicht nur in Deutschland für die wirklich Vermögenden systematisch heruntergefahren wurden. Mit der Folge, dass in vielen Staaten vor allem die Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und die Bildungs- und Sozialetats eingedampft werden und gleichzeitig auf unterer Ebene Städte und Gemeinden einen immer kleineren Anteil am Steuerkuchen erhalten. Deshalb empfehle ich ebenso einen Blick auf die Homepage des überparteilichen Bündnisses Umfairteilen auf www.umfairteilen.de .

Im übrigen soll es am 29.9. anlässlich eines bundesweiten Aktionstages auch in Flensburg Veranstaltungen geben. Vorbereitend hierzu wird es Gespräche mit den Sozialverbänden, Gewerkschaften, ATTAC, den Basisinitiativen und Parteien in Flensburg geben. Gleichzeitig habe ich als AKOPOL-Fraktionsvorsitzender bereits Kontakt mit der LINKEN- und GRÜNEN-Rats-Fraktion aufgenommen, wir wollen auf jeden Fall auch eine Resolution in der Flensburger Ratsversammlung zur Abstimmung stellen, mit der die Bundes- und die schleswig-holsteinische Landesregierung aufgefordert werden sollen, die Steuergesetzgebung zu ändern und die Einkommensteuer- und Vermögensteuersätze für die wirklich Reichen zu erhöhen.  (Jörg Pepmeyer)

Ein interessanter Vergleich: Verdi Wirtschaftspolitik aktuell vergleicht in seiner aktuellen Ausgabe die Einkommensteuerspitzensätze in Deutschland, Frankreich, Schweden und der USA über die Jahre 1950, 1980 und 2010. Deutlich wird: überall wurden die Steuern für die hohen Einkommen in den letzten 60 Jahren drastisch gesenkt. In den USA z. B. von 90% auf 35%, in Deutschland von 95% auf 45%. Hier der Link auf verdi Wirtschaftspolitik aktuell: http://wipo.verdi.de/wirtschaftspolitik_aktuell/data/04-12-Spitzensteuern.pdf

Statistiken aus der Broschüre Vermögensteuer – Erbschaftsteuer, Herausgeber: ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V. – Bereich Wirtschaftspolitik gibt`s hier: Statistiken . Die entsprechende Broschüre kann auch von der Website Vermögensteuer Jetzt herunter geladen werden. Von: Vermögensteuer Jetzt

GrenzWerte 1912>2012>2112 Baukultur in Süddänemark und Schleswig-Holstein

Das neue Projekt der Flensburger Baukultur eV – gemeinsam veranstaltet mit dem dänischen Projektpartner Museum Sønderjylland – startet am Donnerstag, 16.08.2012, um 19.00 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung im Flensburger Museum (Hans-Christiansen-Haus).

Vor genau hundert Jahren, im Sommer 1912,  wurde in Flensburg auf Initiative von Museumsdirektor Ernst Sauermann eine Bauausstellung gezeigt, die in der Geschichte der Stadt einmalig und für die regionale Baugeschichte sehr bedeutsam war.

Auf ca. 4000 Plänen, Fotos und Modellen wurden Bauprojekte und –entwürfe nach den gestalterischen Prinzipien des Heimatschutzstils – auf Dänisch Bedre Byggeskik– präsentiert und handwerkliche Techniken demonstriert. Sie stellte somit die Qualität und Verbreitung des damals aufkommenden Heimatschutzstils heraus, quasi eine regionale Selbstvergewisserung in einer von überregionalen Strömungen beherrschten Umbruchzeit zwischen dem Historismus und der Moderne.

Die Flensburger Bauausstellung von 1912 war die größte und umfangreichste Architekturausstellung, die bis dahin in Sydjylland und Schleswig-Holstein zu sehen war. Sie zeigte auch das Aufbegehren gegen eine Überfremdung der tradierten Stadt- und Ortsbilder und das Verlangen nach einer neuen Baukultur, die die regionalen Traditionen respektierte und fortentwickelte.

Das Projekt GrenzWerte –Grænseværdier– möchte einhundert Jahre nach der Flensburger Bauausstellung fragen, was aus den Ideen und Plänen von 1912 geworden ist. Die Region hat sich vielfältig verändert; die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland läuft heute hier, und beiderseits der Grenze hat sich die Baukultur weiterentwickelt. Gibt es heute eine baukulturelle Identität der Region Süddänemark/Schleswig-Holstein, oder überwiegen die Unterschiede, haben sich die Ziele der Akteure von 1912 verwirklicht?

Vortragsreihe und Exkursionen

Ein „Leckerbissen“ für alle regional- und architekturgeschichtlich Interessierten wird die Auftaktveranstaltung im Flensburger Museum am 16.08.2012 um 19.00 Uhr sein, in der Dr. Astrid Hansen  eine „Rekonstruktion“ der Bauausstellung von 1912 versuchen wird.

Es folgen weitere Beiträge ausgewiesener Fachleute beiderseits der Grenze, in denen die Architekturentwicklung der letzten hundert Jahre betrachtet wird. U.A. wird durch Ulrich Höhns (18.09., Werkkunstschule Flensburg) und Robert Søndergård (19.09., Sønderborg Slot) ein Überblick über die beste zeitgenössische Architektur gegeben.

Die Architektur im Grenzland soll auch vor Ort betrachtet werden. Am 25.08. gibt es dazu Gelegenheit auf einer zweisprachigen  Busexkursion u.A. nach Tønder und Seebüll, am 09.09. werden Führungen durch den Flensburger Stadtteil Sonwik, in dem es besonders viele Beispiele für die Backsteinarchitektur der letzten hundert Jahre gibt, angeboten.

Alle Veranstaltungen sind in der beigefügten Tabelle und dem Veranstaltungsplakat (pdf) enthalten.

Blick in die Zukunft

Das Projekt soll mit einem einwöchigen internationalen Studentenworkshop abgeschlossen werden. StudentInnen aus Dänemark und Deutschland, die auf dem Museumsschiff „Ryvar“ im Flensburger Hafen wohnen,  werden sich mit der Frage befassen, welche Antworten die Planung auf die Herausforderungen der nächsten hundert Jahre geben wird. Ihre Ergebnisse werden unter der Leitung von Architekt Julian Weyer, Aarhus, und Prof. Arno Brandlhuber (Berlin, Flensburger Stadtdenker 2004) am 21,09. in der Flensburger Werkkunstschule präsentiert.

Anlagen:

-Terminübersicht (dänisch/deutsch)

TerminübersichtGrenzWerteDE

TerminübersichtGrenzWerte.DK

-Veranstaltungsplakat (dänisch/deutsch),

Plakat_A2_de

Plakat A2_dk

Veranstalter:

Flensburger Baukultur e.V. und das Museum Sønderjylland

Das Projekt wird u.A. gefördert durch die Region Sønderjylland-Schleswig und die EU im Programm KulturDialog sowie die Sparkassenstiftung der Nospa.

Mit freundlichen Grüßen

Eiko Wenzel

dienstlich:
Stadt Flensburg
Bauordnung und Denkmalschutz
Am Pferdewasser 14
24937 Flensburg

Telefon (04 61) 85 – 26 42
Telefax (04 61) 85 – 75 – 26 42
E-Mail wenzel.eiko@stadt.flensburg.de

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