Rekord-Arbeitslosenquote in Europa – Deutschland Spitzenreiter beim Anstieg der Armut trotz Job

SPIEGEL-Online: Arbeitslosenzahlen in Europa auf Rekordhoch

Studie der Hans-Böckler-Stiftung: In Deutschland ist zwischen 2004 und 2009 der Anteil armer Beschäftigter auf 7,1 Prozent gewachsen. Das war der stärkste Anstieg in der EU.

Nachdem es heute nach Bekanntgabe der us-amerikanischen und europäischen Arbeitsmarktdaten zu einem Kursrutsch an den Börsen kam, möchte ich aus aktuellem Anlass die untenstehende Meldung aus SPIEGEL-Online vom heutigen Tage voranstellen. Anschließend folgen zwei Beiträge zu einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung:

SPIEGEL-Online vom 1.6.2012:

Schuldenkrise – Arbeitslosenquote in Euro-Zone steigt auf Allzeithoch

Trauriger Rekord für die Euro-Länder: Noch nie waren so viele ihrer Bürger auf Jobsuche. Die Arbeitslosenquote steigt auf den höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung. Die EU-Kommission warnt, die Zahlen in manchen Ländern seien „inakzeptabel hoch“.

Luxemburg/Brüssel – Die Wirtschaftskrise in Europa hat Folgen für den Arbeitsmarkt. Neue Zahlen der Statistikbehörde Eurostat zeigen jetzt, wie dramatisch die Lage mittlerweile ist: Demnach waren in den 17 Ländern der Euro-Zone im April 17,4 Millionen Menschen ohne Job. Um jahreszeitliche Einflüsse bereinigt entspricht das einer Arbeitslosenquote von elf Prozent – der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung für die Währungsunion im Jahr 1995. Weiterlesen….

Mehr zu den Ergebnissen der Studie der Hans-Böckler-Stiftung jetzt in den beiden untenstehenden Beiträgen:

Böckler Impuls Ausgabe 09/2012:

Mehr Working Poor in Deutschland

Armut bei Erwerbstätigen und Arbeitslosen hat sich in Deutschland seit den Hartz-Reformen stärker ausgebreitet als in allen anderen EU-Ländern.

Seit 2004 sind die Beschäftigtenzahlen in Deutschland kräftig gewachsen, die Arbeitslosigkeit hat deutlich abgenommen. Das „Beschäftigungswunder“ überstand auch die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Doch die positive Entwicklung hat eine Schattenseite, sagt WSI-Forscher Eric Seils: „Analysiert man die soziale Lage der Erwerbsbevölkerung, dann zeigt sich, dass die deutschen Beschäftigungserfolge mit einem hohen sozialen Preis verbunden waren.“ Weiterlesen….

Die Tageszeitung junge Welt berichtet zum gleichen Thema am 25.05.2012:

Prost Armut!

Von Ralf Wurzbacher

Deutschland ist europäischer Spitzenreiter bei der Ausbreitung von Armut. Im Zeitraum zwischen 2004 und 2009 sind in keinem anderen EU-Staat die existentiellen Nöte bei Erwerbstätigen und Arbeitslosen rascher gewachsen als hierzulande. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, über die in der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift Impuls berichtet wird. Für den Sozialwissenschaftler Eric Seils ist die Entwicklung ursächlich verbunden mit der Einführung der Hartz-IV-Gesetzgebung, die seinerzeit im Rahmen der »Agenda 2010« von der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder (SPD) ins Werk gesetzt wurde. Seither hat sich vor allem die Lage der Erwerbslosen drastisch verschlechtert von ihnen lebten vor drei Jahren fast drei Viertel unterhalb der Armutsgrenze. Weiterlesen…

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Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 1. Juni 2012 in Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Hartz IV, Soziales, Wirtschaft und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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