Archiv für den Monat November 2011

Flensburger Kulturdebatte – Ein Beitrag zur letzten Kulturausschuss-Sitzung am 17.11.2011

In welche Richtung wird die Diskussion rund um die Entscheidungsfindungsprozesse der Stadt- und Kulturverwaltung bezüglich der finanziellen Ausgestaltung der öffentlichen und öffentlich-geförderten Kulturträger gehen?

Und damit frage ich nicht nach der durch den Kultur- oder den Finanzausschuss politisch-institutionalisierten, sondern nach der öffentlichen wie privaten, der zwischenmenschlichen und interkulturellen Diskussion in den Netzwerken von Web 2.0 oder am Tresen der Stammkneipe.

Über hundert betroffene KulturgestalterInnen und KulturnutzerInnen finden den Weg in die Bürgerhalle, um (wahrscheinlich so das erste Mal in der Geschichte Flensburgs) an einer Kulturausschussitzung teilzunehmen. Westkurvenstimmung! Doch schon früh ist den anwesenden Interessierten deutlich gemacht worden, dass Teilnahme noch lang nicht gleichzusetzen ist mit Teilhabe.
Über soziale Netzwerke, digitale wie persönliche wurde aufgerufen, dabei zu sein und Gesicht zu zeigen, wenn hier: die „freien“ Kulturträger bzw. einer der vier üblichen Verdächtigen folkbaltica, Pilkentafel, Volxbad oder Kühlhaus geschlossen werden sollte – was ja grundsätzlich ein Ergebnis der Verweigerung von weiteren öffentlichen Fördermitteln sein könnte.

Nur das war nicht das Thema. Ein kleiner Absatz eines diffusen Begründungstextes einer gleichsam diffusen und irritierenden Beschlussvorlage schafft es in die stylisch-digitalen und die schummrig-schönen, verrauchten und gesprächigen Gesprächs- und Freundeskreise im Halbdunkel der alternativen Kulturträger. Und jetzt? Schon zu Beginn der Sitzung die Entwarnung durch den Kulturmanager: „Es wird hier und heute nicht die Schließung einer der freien Kultureinrichtungen beschlossen“
Es wird sicherlich irritierte Blicke gegeben haben. Eigentlich ein Grund, wieder zu gehen, aber mal gucken, was noch so kommt.
Irritierte Blicke hätte es wieder geben müssen, als technokratisch, aber zukunftsorientiert beschlossen wurde, die Gutachter der KI in die kulturellen Einrichtungen zu schicken, um eine Art Bestandsaufnahme der Nichtinvestitionen der Vergangenheit zu tätigen. ZUR SICHERHEIT!

Als gewöhnlicher Kulturpolitiker, kann man ja nicht absehen, was sich hinter der einen oder anderen Wand in Kühlhaus, Volxbad oder Pilkentafel noch so an Sanierungsstau verbirgt.
Das Fundament des so sehnlich und dringlich erwarteten Kulturentwicklungsplans, der die Flensburger Kulturszene neu aufstellen sollte, ist also das Investitionskostenranking der Einrichtungen.
Dies war eine gefühlte 0:15 Niederlage gegen Bayern München, aber:
Keine Westkurvenstimmung. Dies liegt sicherlich nicht daran, dass viele UnterstützerInnen der alternativen Kulturszene mit der ehemaligen Westkurve aber auch überhaupt nichts angfangen können. Aber: Auch keine Gegengraden- oder Südtribünenstimmung wie am Hamburger Millerntor, wo sich der eine oder die andere eher aufgehoben fühlt. Denn zu diesen Zeitpunkt war vielleicht auch der letzte an diesem historischen Moment Teilnehmende (nicht: -habende!), eingeschlafen, eingenickt, eingelullt und abgedriftet durch KEP, HSP, KA-0815, FA-41, RV-122. Na ja, vielleicht hat es der eine oder die andere doch mitbekommen und freut sich richtig doll über die KI-Brigade, die demnächst in die Gemäuer der freien Kultur einziehen wird. Ich als Mitglied des Kulturwerkstatt Kühlhaus e.V. freue mich nicht.

Hier wird die Abhängigkeit der freien, oder wie es Hr. Detleffsen treffend bezeichnete „unfreien“ Kulturschaffenden überdeutlich. Wer weiterhin öffentliche Mittelchen beziehen möchte (vgl. ALG II) der soll der besagaten Brigade Einlass gewähren. Nun ist das Kühlhaus ja im Vereinsbesitz. Das ist natürlich egal. Dort stecken doch auch zweck- und nutzungsgebunde öffentliche Landesmittel drin, oder? Dann bin ich erstmal beruhigt. Bei der Pilkentafel wird es wohl ähnlich sein. Die ist bekanntlich nicht in kommunalem oder KImunalem Besitz. Doch was ist mit dem Volxbad. Ha! Das ist KImunal!
So wird dann also fachmännisch geprüft werden, wessen Erhalt sich lohnen wird. Nebenher wird fleißig nach (O-Ton HA-74/2011) „alternativen Möglichkeiten für qualitativ gleichwertige Imobilien in Flensburg“ gesucht, die auch von mehreren Kulturtägern genutzt werden können.

Hier meine Vorschläge: Kailagerschuppen. Äh, abgerissen. Marineschule. Super Ausblick. Schlachthofhäuser. Schöne Vergangenheit, Industriekultur und so, besonders attraktiv für Vegetarier oder Veganer und günstig wieder herzurichten. Da werde ihc wohl nicht der erste sein, der auf die Idee gekommen ist. Man könnte auch die Inneneinrichtung vom Volxbad mitnehmen. Liegt ja quasi fußläufig erreichbar. In direkter Nähe.
Soweit so gut. Eingentlich war die KA-Sitzung doch recht beruhigend. Nichts wird geschlossen und 2012 sind die Mittel sicher. Das ist beschlossen!
Und dabei hatten wir doch schon Angst und haben so fleißig diskutiert bei facebook und so.
Wann kommt eigentlich die Rechnung von der KI-Brigade und was kostet so ein Gutachten eigentlich? Und hat KI eine eigene facebook-Seite?

Eins noch:
Hamburg baut in Sachen Kultur nicht nur Mist oder Opernhäuser –http://www.kulturagenten-programm.de/home/startseite/ –
Die wollen den Lehrern jetzt ernsthaft beibringen, was Kultur ist. Solch visionäre Politiker bräuchten wir auch. Aber SH hat es mal wieder verpennt. Dabei waren doch auch hier öffentliche Mittel da, aber vielleicht hat SH den bundeseigenden Kulturgutachtern ja den Zugang verwehrt?

Niklas Naumann

Flensburger Stadtverwaltung – Mehr Transparenz schafft mehr Vertrauen !

AKOPOL fordert: Regelungs- und Kontrollmechanismen zur Überwachung und Prüfung der Nebentätigkeiten von VerwaltungsmitarbeiterInnen öffentlich vorstellen

Offenbar ist bei der öffentlichen Auseinandersetzung um die unternehmerische Nebentätigkeit eines ranghohen Verwaltungsbeamten des Flensburger Rathauses leider nicht deutlich geworden, um was es dabei in der Sache eigentlich geht und welche grundsätzlichen Fragestellungen damit berührt werden.

Vorweg, in diesem Beitrag geht es nicht um einzelne Personen, einen  Generalverdacht oder den Ankauf von Microsoft-Lizenzen. Es geht zum einen um die Frage, wie mittels vorhandener Verfahren, Regelungs- und Kontrollmechanismen seitens der Rathausspitze verhindert wird, dass es bei einer beruflichen bzw. unternehmerischen Nebentätigkeit insbesondere von leitenden MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung zu Interessenkollisionen kommt.

Zum anderen stellt sich die Frage, inwieweit eine Information der Öffentlichkeit oder zumindest der KommunalpolitikerInnen ganz allgemein oder im Einzelfall über Nebentätigkeiten sinnvoll ist, welche Verfahren der Information es hierzu gibt und wie diese ergänzt werden können.

Generell muss betont werden, dass die kommunalpolitischen Entscheidungsträger wie auch die Entscheidungsträger der Verwaltung ganz besonders im Licht der Öffentlichkeit und der Medien stehen. Dies gilt neben dem Oberbürgermeister und den beiden Bürgermeistern mittlerweile auch für die Fachbereichsleiter; insbesondere im Rahmen von Planungsprojekten, haushalterischen oder sonstigen Entscheidungen,

Sie sind daher umso mehr verpflichtet, nicht nur im Rahmen der öffentlichen Debatte und aufgrund der kritischen Beobachtung durch die Medien, ihr Handeln jederzeit transparent, klug und durch objektive Argumente begründen zu können. Insofern muss absolut außer Zweifel stehen, dass die Verwaltung als neutrale und objektive Instanz agiert, d. h. dass sie entsprechend den gesetzlichen und den besonderen Vorgaben des Verwaltungsrechts allein zum Wohle der Stadt und aller BürgerInnen handelt. Dass sich diese Rolle und Aufgabe der Verwaltung gelegentlich in der Wahrnehmung einzelner politischer Akteure und BürgerInnen verliert, muss Anlass genug sein, durch mehr Transparenz das Vertrauen der BürgerInnen und der KommunalpolitikerInnen in die Flensburger Verwaltung, ihre Angestellten und Beamten zu stärken.

Insofern wäre es wünschenswert, wenn die Verwaltungsspitze in Person von Oberbürgermeister Simon Faber auch der Öffentlichkeit die entsprechenden Verfahren, Regelungs- und Kontrollmechanismen vorstellt, die verhindern, dass es zu Interessenkollisionen kommt, sollten VerwaltungsmitarbeiterInnen beruflichen und unternehmerischen Tätigkeiten neben ihrem eigentlichen Job nachgehen.

Ebenso stellt sich die Frage, ob nicht zumindest ab Abteilungs- und Fachbereichsleiterebene, die Öffentlichkeit im Rahmen geeigneter Verfahren auch informiert wird, in welchem Umfang leitende Verwaltungsbeamte beruflichen und/oder privaten unternehmerischen Nebentätigkeiten nachgehen.

Vorbild hierfür könnte der Beschluss des Hauptausschusses der Stadt Flensburg vom 27.01.2009 sein. Der hatte in seiner damaligen Sitzung die Stadtverwaltung beauftragt, für die gewählten Ratsmitglieder Stadt Flensburg ein Angabenblatt zu führen und auf der Internetseite der Stadt zu veröffentlichen. Dieses Angabenblatt gibt Auskunft über die Funktionen, in denen das Ratsmitglied innerhalb und außerhalb des Rates tätig ist.

Die Mitglieder der Ratsversammlung haben dann zu folgenden Informationen ihre Daten geliefert:

  • Name
  • Kontakdaten
  • Persönliche Daten / Beruf (teilweise auch mit Angabe des Arbeitgebers)
  • Kommunalpolitische Tätigkeiten und Vergütung
  • Sonstige vergütete Tätigkeiten / Mitgliedschaften
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten

Zu finden sind die für alle BürgerInnen einsehbaren, persönlichen Angaben der Ratsmitglieder im öffentlich zugänglichen Ratsinformationssystem der Stadt Flensburg unter: http://imperia-asp.cybay.de/flensburg/politik-verwaltung/rat-und-ausschuesse/ratsmitglieder/index.php

Von besonderem Interesse wäre in diesem Zusammenhang aber auch die Beantwortung folgender Fragen:

Erfolgt bei Nebentätigkeiten die Anrechnung der hierfür aufgewendeten Stunden auch im Rahmen der regulären Arbeitszeit, werden MitarbeiterInnen der Verwaltung im Rahmen ihrer Arbeitszeit hierfür freigestellt?

Gibt es dafür festgelegte Stundenkontingente?

Müssen für die mögliche Freistellung einzelner MitarbeiterInnen, KollegInnen aus anderen Aufgabenbereichen ersatzweise abgezogen werden und einspringen?

Wie wird das in der Personalabteilung und haushalterisch verrechnet, fallen dadurch zusätzliche Personalkosten an?

Hat die nebenberufliche Tätigkeit ausschließlich in der Freizeit zu erfolgen?

Unter welchen Bedingungen gibt es Ausnahmen?

Wie werden durch Nebentätigkeiten erhaltene Vergütungen insbesondere bei Beamten angerechnet?

Es wäre wünschenswert, wenn diese und andere Fragen durch den Oberbürgermeister im Rahmen einer öffentlichen Information beantwortet werden könnten.

Ebenso wäre es sinnvoll, in diesem Zusammenhang entsprechende Regelungen, Verfahren und die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit informiert wird, zum inhaltlichen Bestandteil des kommunalen Corporate Governance Kodex zu machen.

Zusammenfassend sollte hiermit nicht nur ein Mehr an Transparenz hergestellt werden, sonder auch ein Mehr an Vertrauen. Gleichzeitig würde das möglichen Spekulationen, Verdächtigungen und Unterstellungen frühzeitig den Boden entziehen. Ebenso ist es auch ein Gebot der Fairness, wenn die kommunalpolitischen Entscheidungsträger ihre Karten auf den Tisch legen, dass dies dann auch die Entscheidungsträger der Stadtverwaltung tun sollten.

Im Übrigen würde es nebenbei auch verdeutlichen, über wie viel fachliche und personelle Kompetenzen die Flensburger Verwaltung verfügt, es wäre somit eine Werbung für die Stadt und ihr Personal. Und abschließend würde das unmissverständlich deutlich machen, dass wir FlensburgerInnen nicht wie oftmals unterstellt, völlig dümmlich und phlegmatisch im provinziellen Saft vor uns hin schmoren.

Jörg Pepmeyer (AKOPOL-Fraktionsvorsitzender)

Offener Brief und Stellungnahme der freien Kulturträger in Flensburg

Untenstehend dokumentieren wir im Rahmen der Diskussion um den Erhalt der Flensburger Kultureinrichtungen die Stellungnahme der freien Kulturträger

Sehr geehrte Ratsfrauen und Ratsherren,
liebe Mitglieder des Finanzausschusses,

Die Sitzung des Kulturausschusses vom 17. November hat uns noch einmal verdeutlicht, das größere kulturpolitische Fragen nicht allein im Kulturausschuss sondern nur in der Ratsversammlung mit entsprechenden Vorentscheidung im Finanzausschuss getroffen werden können. Daher wenden wir uns mit diesem Schreiben an Sie, in der Hoffnung, uns damit in der Ratsversammlung Gehör zu verschaffen.

Die unterzeichnenden Kultureinrichtungen haben während der Kulturausschusssitzung bewusst auf das zugeteilte Rederecht verzichtet. Wie bereits in der Vergangenheit des Öfteren von uns präzisiert, geht es uns nicht darum, uns in einem solchen Forum als Einzeleinrichtungen zu profilieren und Einzelinteressen durchzusetzen. Wir haben gemeinsame Visionen von der Bedeutung der Kultur für die Stadt Flensburg und verfolgen diesbezüglich gemeinsame Ziele.

Gleichwohl sind wir sowohl inhaltlich als auch organisatorisch eigenständig und decken völlig unterschiedliche kulturelle Bereiche ab. Wir möchten daher auch in Bezug auf unsere Inhalte und Finanzpläne unabhängig voneinander bewertet werden. Wir wünschen uns mit Respekt gegenüber der von uns geleisteten Kulturarbeit für die Stadt begegnet zu werden, in dem wir in unserer Eigenart beurteilt und nicht auf einer gemeinsamen Strichliste aneinander gemessen und gegeneinander ausgespielt werden.

In der jetzigen fast verfahrenen und zugespitzten Situation betrachten wir es als einen positiven Aspekt, dass die Dringlichkeit einer Klärung der Zukunftsperspektiven für unsere Einrichtungen in der vergangenen Kulturausschusssitzung deutlich hervorgetreten ist. Die Debatte hat eindrucksvoll veranschaulicht, in welcher dramatischen Situation sich die freie Kultur in Flensburg seit Jahren befindet.

Der Kulturausschuss hat verstanden, dass die Sparvorhaben nur mit großen Verlusten umzusetzen sind, und sich dagegen ausgesprochen. Auch die Rücknahme eines entsprechenden Antrages der Verwaltungspitze durch Herrn Bürgermeister Brüggemann sehen wir als einen der positiven Aspekte dieser Kulturausschussitzung.

Wir erhoffen uns von der Flensburger Politik neben eines eindeutigen Bekenntnisses zur angestrebten Kooperation mit Sonderburg in der Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2017 auch entsprechende Entscheidungen, die die Vielfalt und Lebendigkeit der Flensburg erhalten und fördern. Kürzungsentscheidungen sind der denkbar schlechteste Beitrag.

Wir erwarten außerdem ein Ernstnehmen des deutlichen Votums der Bürgerinnen und Bürger bei der Oberbürgermeisterwahl im vergangenen Jahr für die Profilierung der Stadt Flensburg als Kulturstadt.

Wir appellieren für eine Absicherung der Kulturarbeit in Flensburg und somit die Ausräumung der Hindernisse für eine kreative und sachdienliche Arbeit an dem dringend notwendigen Kulturentwicklungsplan – frei von blockierenden fiskalischen Vorentscheidungen. Uns ist dabei bewusst, dass Reformen in der Folge eines Kulturentwicklungsplanes Kosten mit sich bringen.

Die so oft als „notwendig“ bezeichneten Sparmaßnamen wenden jedoch nicht per se Not ab, können der städtischen Infrastruktur aber erheblichen Schaden zufügen. Investitionen in die Kultur bedeuten hingegen die Schaffung von vielschichtigem Mehrwert und somit eine Investition in die Zukunft unserer Stadt und Region.

Gezeichnet
Theaterwerkstatt Pilkentafel gGmbH
gemeinnützigen GmbH folkBALTICA
Kulturwerkstatt Kühlhaus e.V.
Kultur und Kommunikationszentrum Volksbad e.V.

Eine Kopie dieses Schreiben geht zur Kenntnis an die Mitglieder des Kulturausschusses, das Kulturbüro, den Kulturmanager und den Oberbürgemeister der Stadt Flensburg sowie der Kulturredaktion des Flensburger Tageblattes und der Flensborg Avis

Wahlumfrage – Die Sonntagsfrage und die kommunalpolitische Stimmungslage in Flensburg im November 2011

Umfrage-Ergebnisse für Oktober liegen vor

Unter der Blog-Rubrik Umfragen wollen wir monatlich mit unserer Wahlumfrage die allgemeine kommunalpolitische Stimmungslage in Flensburg dokumentieren. Hierzu befragen wir die BürgerInnen nach ihrer Partei-Präferenz, würden am letzten Sonntag des jeweils angegebenen Monats Kommunalwahlen in Flensburg stattfinden. Die neue November-Umfrage ist somit noch geöffnet. Im Übrigen handelt es sich hierbei um ein offenes Angebot für alle politisch interessierten BürgerInnen, unabhängig von ihrer parteipolitischen Zugehörigkeit oder Weltanschauung. Profitieren sollen alle politisch interessierte BürgerInnen davon.

Leider kann diese Umfrage aus verschiedenen Gründen bisher nicht den Anspruch auf Repräsentativität einlösen. Dennoch hoffen wir in Zukunft mit einer entsprechend hohen Beteiligung interessierter BürgerInnen zumindest einen Trend abbilden zu können. Wir würden uns also freuen, wenn zur Unterstützung unseres Anliegens die LeserInnen des AKOPOL-Blogs den Umfrage-Link an Freunde und Bekannte weiterleiten. Zur Umfrage geht´s unter: https://akopol.wordpress.com/umfragen/ Dort findet man auch die Umfrage-Ergebnisse für den Oktober 2011

„Ohne Kultur ist Flensburg fertig!“ – Kulturausschuss beriet über Etat-Kürzungen

Ausschuss-Mitglieder verständigen sich auf Erhalt der Kultureinrichtungen – Keine Kürzungen für das Haushaltsjahr 2012 

Die Kulturausschuss-Sitzung am letzten Donnerstag hatte es in sich. Standen doch mit der von der Verwaltung eingebrachten Beschlussvorlage KA-18/2011 Kürzungen für die Flensburger Kultureinrichtungen von 170.000 Euro an. Auf die hatten sich im Rahmen des Haushaltssparpaketes (HSP)insbesondere die drei großen Ratsfraktionen, CDU, SPD, SSW und die Grünen im Frühling geeinigt. Da half es auch nicht, dass AKOPOL und die DIE LINKE sich damals entschieden gegen Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich aussprachen, weil es besonders die Menschen treffen würde, die eh schon zu knappsen hätten.

„Ohne Kultur ist Flensburg fertig!“

Doch am Donnerstag zeigte sich, dass man die Rechnung offenbar ohne den Wirt gemacht hatte. Denn die Flensburger Kulturschaffenden, die ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der verschiedensten Kultureinrichtungen hatten die BürgerInnen unter dem Motto „Ohne Kultur ist Flensburg fertig!“ ermuntert, die öffentliche Ausschuss-Sitzung zu besuchen. Die verfolgten dann gemeinsam im rappelvollen Bürgersaal des Rathauses, wie vor allem die Ausschuss-Mitglieder derjenigen Fraktionen, die noch vor Monaten radikale Kürzungen im Kulturbereich und die Schließung von Einrichtungen befürwortet hatten, vor lauter Kreide im Mund kaum noch sprechen konnten. Vertreter der Niederdeutschen Bühne, wie auch des Naturwissenschaftlichen Museums machten in ihren Beiträgen ganz klar deutlich, dass die beabsichtigten Kürzungen nicht hinnehmbar seien und zudem die beabsichtigte Schließung des Naturwissenschaftlichen Museums gar keine finanziellen Vorteile mit sich bringen würde, dafür aber für Schulen, Kindergärten und für die naturpädagogische Arbeit insgesamt eine Katastrophe sei.

Verwaltung zieht Vorlage zurück

Doch in der sehr engagierten und lebhaften Diskussion einigten sich die Ausschuss-Mitglieder darauf, die Kürzungspläne erst einmal auf Eis zu legen. Verhandlungen über mögliche Einsparungen sollen zudem erst nach der Verabschiedung des noch ausstehenden Kulturentwicklungsplanes (KEP) geführt werden. Der Beratungsprozess für den KEP soll nach einem Beschluss des Kulturausschusses nun in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Dessen ungeachtet signalisierten Vertreter der Niederdeutschen Bühne die Bereitschaft, sich mit der Stadt auch schon vorab über moderate Einsparungen zu verständigen. Schlussendlich zog die Verwaltung und zur Zufriedenheit aller Anwesenden dann ihren Antrag zurück.

AKOPOL fordert öffentliche Spar- und Haushaltsdebatte unter Beteiligung der Betroffenen

Nun wird es sicherlich im Finanzausschuss am 1.12. und in der kommenden Sitzung der Ratsversammlung noch mal zum Schwur kommen. Denn am 8. Dezember stehen Beschlussvorlagen für den Haushalt 2012 an. Ebenso muss davon ausgegangen werden, dass spätestens bei der Diskussion und der Festlegung der Eckwerte für den Doppelhaushalt 2013/14 die Kulturinstitutionen wieder unter Spar- und Kürzungsdruck geraten werden. Aufgeschoben ist somit nicht aufgehoben. Man wird also sehen, wie viel die Versprechungen der Politiker von CDU, SPD, SSW, WIF und Grünen dann noch wert sind. Die AKOPOL-Fraktion wird jedenfalls keinen weiteren Kürzungen im Bildungs-, Sozial- oder Kulturbereich zustimmen. Und eines wurde auf der Ausschuss-Sitzung besonders deutlich: Es ist nicht klug, die von Kürzungsplänen betroffenen Institutionen, Verbände und Interessengruppen aus den Beratungen hierzu auszuschließen. Die AKOPOL-Fraktion hält deshalb eine öffentliche Haushalts-Debatte unter Beteiligung aller Betroffenen für zwingend notwendig.

Jörg Pepmeyer, AKOPOL-Fraktionsvorsitzender

Mehr Infos zum Thema:

Vorlage KA-18/2011 – Umsetzung des Haushaltsstabilisierungspakts (HSP) für den Bereich Kultur unter: Beschlussvorlage_KA-18-2011

Anlage zur Vorlage KA-18/2011: Übersicht disponible Ausgaben im Kulturhaushalt 2013-2016 unter: Uebersicht_disponible_Ausgaben_im_Kulturhaushalt_2013-2016

Hier geht´s zur Kampagne Ohne Kultur ist Flensburg fertig! unter: http://kulturhauptstadt-flensburg.de/ Und hier geht´s zum Flyer der Kampagne: Flyer

Zwei Artikel der Flensborg Avis vom 19.11.2011 zur Kulturausschuss-Sitzung unter: Fl. Avis 19.11.2011

Zur Ausschuss-Sitzung siehe auch den Artikel vom 19.11.2011 auf shz-online Kürzungsvorhaben mit NDB – Kulturpolitik kommt nicht vom Fleck unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/article/111/kulturpolitik-kommt-nicht-vom-fleck.html

Ebenso auf shz-online 17.11.2011 Kürzungen bei der NDB – Plattdeutsche Institutionen nehmen Flensburg unter Feuer unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/article/111/plattdeutsche-institutionen-nehmen-flensburg-unter-feuer.html

Ein weiterer Artikel vom 16.11.2011 auf shz-online Sparpläne: Meuterei für Molche und Marder unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/article/111/aus-fuer-fuchs-elch-und-marder.html

Zwischenruf 31 auf Akopol

Ohne Kultur ist Flensburg fertig!

Und: „Goldman Sachs – Die Goldjungs an den Schaltstellen der Wirtschaft“

Die Leserin, der Leser mag sich verwundert fragen, was denn die Einsparungsforderungen von 170 000 Euro im Kulturbereich des Flensburger Haushaltes mit Goldman Sachs zu tun haben. Auf den zweiten Blick leider fast alles, denn nach der herrschenden Ideologie des Neoliberalismus wurden die Einnahmen des Staates durch etliche Gesetze bereits drastisch durch diverse Steuervergünstigungen auf allen Ebenen minimiert – „Verschlankung des Staates“ als Prinzip. Damit aber nicht genug. Steuervermeidung und Steuerhinterziehung im großen Stil bewirken zusätzlich, dass dem Staat weitere Mittel für die Erfüllung seiner Aufgaben fehlen.

Weitgehend unbekannt ist jedoch, wie Unternehmen aus der Finanzbranche den Staat und uns Steuerzahler melken. Auf dem Hintergrund der weitreichenden Ereignisse der jüngsten Vergangenheit im Finanzbereich in Europa hat Albrecht Müller (NDS) unter der Rubrik „Politische Korruption“ in einem Beitrag dargelegt („Titel: Die wichtigste Fertigkeit des modernen Topmanagers: die Steuerzahler ausnehmen“), welche verdeckten Subventionen allein die Allianz Versicherung auf Kosten der Steuerzahler erzielen konnte.

Ein Beitrag im Handelsblatt am 16. November macht deutlich, welche Bedeutung man der mächtigen amerikanischen Investmentbank zumisst: „Goldman Sachs – Die Goldjungs an den Schaltstellen der Wirtschaft:„Government Sachs“ nennen Kritiker die Investmentbank wegen ihrer engen Beziehungen zur US-Regierung. Doch auch in Europa sitzen frühere Mitarbeiter von Goldman Sachs – wie Paul Achleitner – in Schlüsselpositionen.“

Albrecht Müller zeigt auf, dass alle neuen Spitzenpositionen in Europa mit Persönlichkeiten besetzt wurden, die durch die Goldman Sachs-Schule gegangen sind.

„Was haben Mario Draghi, Mario Monti und Lucas Papadémos gemeinsam? Der neue Präsident der Europäischen Zentralbank, der neue italienische Ministerpräsident und der neue griechische Ministerpräsident gehören in unterschiedlicher Stufung der europäischen „Sachs Regierung“ an.“

http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=11326

Der Allianz-Chef, Paul Achleitner, der nach dem Rückzug von Josef Ackermann für den Aufsichtsratsposten der Deutschen Bank designiert ist, gehört ebenfalls dazu. Alle Genannten sind Verfechter der herrschenden Weltwirtschaftsordnung und werden die Prinzipien weiter festigen mit entsprechenden Auswirkungen für die bereits jetzt kaum noch funktionsfähigen Strukturen, die für den Alltag der Bürger so entscheidend sind. Dazu gehören neben dem Vorhalten von Infrastrukturen im Verkehrsbereich genauso die Kinderbetreuung und die Bildung insgesamt bis hin zum Hochschulstudium. Nicht zuletzt gehören dazu auch alle Aktivitäten im Kulturbereich und ganz besonders diejenigen, die mit viel Kreativität (und äußerst sparsamen Mitteln!) eine unglaublich individuelle Vielfalt zustande bringen.

Ohne sie wäre Flensburg nicht die Stadt, die wir schätzen!

Um die kommunalen Haushalte zu konsolidieren, pocht die Landesregierung weiter auf Einsparungen in allen Bereichen. Wie die heißen Diskussionen im Flensburger Rat und der Verwaltung bezeugen, sind die Sparmöglichkeiten durch die ohnehin desolate Finanzausstattung bereits ausgereizt. Vielleicht sollte kurz daran erinnert werden, dass (mit fehlendem Verantwortungsbewusstsein für das Wohl der Bürger) das Vermögen unserer Flensburger Stadtsparkasse in den Sand gesetzt wurde. Auch durch riskante spekulative Aktionen der Stadtwerke hat die Stadt Millionen verloren. Ganz im Einklang mit dem Zeitgeist!

Durch den Beschluss einer Schuldenbremse hat die Landesregierung sich die Möglichkeit verbaut, z. B. bei höheren Steuereinnahmen flexibel (und evtl. weise) auf akute Probleme zu reagieren. Stattdessen besteht sie auf Erfüllung ihrer Forderungen hinsichtlich der Haushaltskonsolidierung, bevor sie eine Genehmigung erteilen will. Bei unseren Regierenden vermisse ich auf der Grundlage des oben Geschilderten eine realistische Einschätzung der Einsparmöglichkeiten der Kommunen generell. Die Erkenntnis, dass unser derzeitiges Wirtschaftssystem grundsätzlich nicht dem Wohle des Volkes dient, scheint man nicht realisieren zu wollen.

Die heftige Diskussion um Kürzungen und sogar Schließungen mühsam aufgebauter kultureller Strukturen, dürfte jedoch vielen Bürgern die Augen dafür öffnen, dass ein grundlegendes Umdenken erforderlich ist, wenn nicht die Funktionsfähigkeit des gesamten Gemeinwesens vor die Hunde gehen soll. Wie sollen auf der Grundlage dieser Spardiktate noch vernünftige Strukturen erhalten werden können.

Auf dem Parteitag der CDU in Leipzig hat Angela Merkel deutlich gemacht, dass die Zeiten sich ändern, der „Kompass des christlichen Menschenbildes bleibe jedoch unverändert bestehen“!

Und das sei: Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit!

Die Delegierten waren begeistert und haben der Parteichefin mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Realität wurde auch hier draußen vor der Tür gelassen, denn laut Volker Kauder geht es dem „Land ja gut“ und wir sind so glücklich wie noch nie! (siehe ZR 27) Aus den Reihen der Delegierten wird wohl kaum jemand einen sozialen Absturz auf Hartz IV-Niveau befürchten müssen. Mit hohlen Phrasen, die in der Wirklichkeit nicht abgebildet werden, kann die extreme Unterfinanzierung primär der Kommunen, die durch politische Fehlentscheidungen zustande gekommen ist, nicht gelöst werden. Auch an der Parteibasis dürfte das nicht unbemerkt bleiben. Es wird viel Zivilcourage erfordern, solche Gedanken zu artikulieren.

Das ist jedoch nicht allein ein Problem der CDU. Der Bundesparteitag der SPD steht noch aus Anfang Dezember. Viel wäre gewonnen, wenn die Basis Tacheles reden dürfte und auf offene Ohren stoßen würde!

„Ehrlichkeit im Denken fördert Ehrlichkeit im Handeln!“                                     Aus „Gauner muss man Gauner nennen!“ Von Ulrich Wickert.

Beate Liebers

Flensburger Kultur: -170.000 EURO – Microsoft, Redmond, WA: +250.000 EURO?

Richtigstellung zum AKOPOL-Blog-Beitrag vom 19.11.2011:

Flensburger Kultur: -170.000 EURO – Microsoft, Redmond, WA: +250.000 EURO?

Mögliche Interessenkollisionen beim Kauf von Microsoft-Lizenzen durch die Stadt Flensburg?

Durch den untenstehenden Blog-Beitrag und im Rahmen der Presseberichterstattung ist offenbar nicht nur in Teilen der Flensburger Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass Dr. Marcus Ott in unzulässiger Weise seine Funktion als Chef der städtischen IT-Abteilung mit privaten unternehmerischen Zwecken und zum Schaden der Stadt Flensburg verquicke.

Hierzu möchte ich klarstellen:

Es ist nicht meine Absicht gewesen, in meinem AKOPOL-Blog-Beitrag Herrn Dr. Ott in seiner persönlichen und seiner Integrität als Verwaltungsbeamter und Leiter der IT-Abteilung im Flensburger Rathaus in Zweifel zu ziehen, persönlich zu schaden, anzugreifen oder in Misskredit zu bringen.

Ebenso wenig war es meine Absicht Herrn Dr. Ott zu unterstellen, dass er als Verwaltungsbeamter und im Rahmen seiner unternehmerischen Nebentätigkeit Geschäfte zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der Stadt Flensburg tätigt.

Sollte dieser unzutreffende Eindruck entstanden sein, so bitte ich vielmals nicht nur Herrn Dr. Ott, sondern auch die Mitarbeiter der Flensburger Verwaltung um Entschuldigung.

Ich bitte zudem alle AKOPOL-Blog-LeserInnen, Kommentare mit spekulativen Unterstellungen hinsichtlich Herrn Dr. Ott zu unterlassen. Nach einem persönlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Simon Faber, wie auch mit hochrangigen Verwaltungsmitarbeitern wurde mir hinreichend dargestellt, dass es mögliche Interessenkollisionen im Zusammenhang mit der obigen Angelegenheit nicht gäbe. Gleichzeitig würden durch die dafür zuständigen städtischen Kontrollinstanzen die Nebentätigkeiten von Verwaltungsmitarbeitern des Rathauses regelmäßig geprüft. Möglichen Interessenkollisionen werde entsprechend frühzeitig vorgebeugt.

Jörg Pepmeyer, Flensburg, den 22.11.2011

Auf der letzten Finanzauschuss-Sitzung der Stadt Flensburg stand ein Beschlussantrag für die Aktualisierung der Bürosoftware der städtischen Verwaltung auf der Tagesordnung. 250.000 Euro sollen hierfür in den Haushalt 2012 eingestellt werden. Es geht um den Ankauf von 1.000 Microsoft-Lizenzen.
Auf der Sitzung wurde von einem AKOPOL-Vertreter sehr detailliert gefragt, ob dies in diesem Umfang jetzt und für diesen Preis notwendig und gerechtfertigt sei. Der Leiter der städtischen IT-Abteilung Dr. Marcus Ott versuchte sehr eindringlich für die Anschaffung dieser Lizenzen zu werben.

(… missverständliche Textpassagen des Ursprungsbeitrages wurden entfernt)

Angesichts der Debatte im Kulturausschuss, bei der es am letzten Donnerstag um die Kürzung von 170.000 Euro im Kulturetat ging, gilt es (…) zu prüfen, ob der Flensburger Haushalt mit Ausgaben belastet wird, die zeitlich gestreckt werden können. (…) Wir werden daher als AKOPOL-Fraktion noch mal entsprechende Fragen auf der nächsten Finanz-Ausschuss-Sitzung am 1.12. stellen.

Hier geht´s zum Beschlussantrag aus der Finanz-Ausschuss-Sitzung: Beschlussvorlage_FA-25-2011_1._Ergaenzung

Hierzu auch ein Artikel der Flensborg Avis vom 21.11.2011 Akopol: Brug 250.000 euro til kultur i stedet for edb unter: Flensborg Avis 21.11.2011

Zum gleichen Thema ein Artikel vonn Holger Ohlsen im Flensburger Tageblatt vom 22.11.2011 Teure Programme in Flensburg – Neue Rathaus-Software: Geht’s auch günstiger? unter:  http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//rathaus-software-geht8217s-auch-billiger.html

Gleichzeitig dokumentieren wir zu diesem Thema die kritischen Anmerkungen von Jürgen Wehner, seines Zeichens Internet-Unternehmer und beratendes bürgerschaftliches Mitglied der Grünen im TBZ-Ausschuss, in dem untenstehenden Mail-Verkehr.

Jörg Pepmeyer, AKOPOL-Fraktionsvorsitzender

—– Original Message —–

From: „Jürgen Wehner“ wehner@medizinfo.com>
Cc: „Dr. Marcus Ott IT-Leiter Stadt Flensburg“ service@conware-consulting.de>; <redaktion.flensburg@shz.de>; <pop@shz.de>
Sent: Thursday, November 17, 2011 1:32 PM
Subject: VETO: „Flensburger Kultur: -170 kEURO Microsoft, Redmond, WA: +250 kEURO“
 

„Flensburger Kultur: -170 kEURO Microsoft, Redmond, WA: +250 kEURO“

– Keine Viertelmillion bei der Stadt allein für Update von Word, Excel, Powerpoint ausgeben!

Guten Tag !

Ich habe am gestrigen Mittwoch ein etwa halbstündiges Gespräch zum „FA-25/2011 1.Ergänzung Punkt 3“ (s. Anlage) mit Herrn Dr. Ott von der IT der Stadt Flensburg geführt
Dabei wurde meine Befürchtung nicht ausgeräumt:
Die vorgeschlagenen ausserplanmässigen Mehrausgaben für ein reines Update von Office-Paketen in Höhe von gut 250.000 EURO erscheinen als
– nicht von der Höhe her gerechtfertigt
– nicht für 2012 oder 2013 bereits zwingend in dieser Art und Höhe notwendig
– mglw. auch 2014 und danach nicht zwingend erforderlich, wenn man jetzt alternative Entwicklungspfade für die städtische IT untersucht.
Herr Dr. Ott machte im Gespräch deutlich, dass er frühestens über alternative Entwicklungspfade oder einen ‚Plan B‘ nachdenken will, wenn der Finanzausschuss die Mehrausgabe stoppt. Am 3.11.2011 hat der Ausschuss diese noch nicht gestoppt.

Begründungen für mein dringendes VETO:
# Umfang der Ausgaben zu hoch:
– Es werden 1000 Office-Lizenzen nicht tatsächlich gleichzeitig benutzt und benötigt – sollen dennoch angeschafft werden. Die 250.000 EURO-Position deckt nur die reinen Lizenzausgaben!
– 700 Lizenzen für Betriebssystem ‚Vista‘ wurden bereits angeschafft aber bislang nicht gebraucht und nicht installiert.
– Ein durch Updates bedingter Austausch von 250 Arbeitsplatzrechnern pro Jahr (nicht im 250.000 EURO-Zusatz-Budget enthalten!) führt zu einem Komplettaustausch innerhalb von 4 Jahren; das Durchschnittsalter wäre dann 2 Jahre. Jeder weiss, dass PC’s auch länger wirtschaftlich zu betreiben sind – teils sogar erheblich länger wenn man nicht gleich jedes Update installiert.
– Nur jeweils das erneuern (SW, Rechner), das nur so tatsächlich unmittelbar arbeitsfähig gehalten werden kann.

# Austausch muss – falls überhaupt – nicht bereits 2012 beginnen:

– Microsoft unterstützt das Vorgängeroffice noch bis mind. 2014
– Auch danach hören die Softwarepakete nicht zu einem bestimmten Stichtag auf zu ‚laufen‘.
– Wartet man bis 2013/14 kann man möglichweise zu den selben Kosten auf Windows 8 umsteigen, was eine längere Nutzungszeit haben wird, als windows 7
– Sicherheitslücken sind ständige Begleiter in früheren, heutigen und zukünftigen Microsoft-Paketen. Man erkauft sich in diesem Bereich keine besondere Sicherheit durch voreilige Versionsupdates.
– Erfahrungsgemäß laufen die Anpassungen bei Fachanwendungen neuen Versionen von Betriebssystemen und Standardanwendungen hinterher – nicht voraus!
(Bsp.: Viele Fachanwendungen mussten auch nach Einführung von Windows noch lange unter dem Vorgängersystem DOS laufen.) Ist das heute ganz anders?

# Zwingende Notwendigkeit fehlt:
– Ein blosses Update, dass hier geplant wird, ist nicht geeignet, die Leistungsfähigkeit oder Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen.
Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass städtische Mitarbeiter mit neuerem Office schneller oder besser arbeiten werden.
– Die Stadt gewinnt durch eine solche Mittelfestlegung im Gegenzug NULL Freiheitsgrade für die zukünftige IT-Entwicklung.
– Alternative Entwicklungspfade für die Flensburger Stadt-IT sind nicht untersucht worden.
– Browserbasierte Lösungen machen unabhängig von bestimmten SW-Paketen am Arbeitsplatz
– Auch andere Kommunen sind ‚klamm‘; die Anbieter von Fachanwendungen müssen sich in Sachen Systemanforderungen ’nach der Decke strecken‘; diese Notwendigkeit muss ggf. gemeinsam mit anderen kommunalen Anwendern den bisherigen oder neuen Anbietern von Fachanwendungen kommuniziert werden.
– Falls anbieterseitig kein Einsehen vorhanden sein sollte, kann man frühzeitig andere Entwickler/Konkurrenten dafür gewinnen.
– Verfahrensänderungen um andere Lösungen nutzen zu können sind nicht untersucht worden.

# Vorschlag:
– Ablehnung im nächsten Finanzausschuss
– Ratsversammlung muss die Ausgabe stoppen
– Interfraktionelle Sitzung zum Thema oder Öffentliche Anhörung unter Beteiligung der IT-interessierten Flensburger Fachöffentlichkeit
– Entwicklungspfad einschlagen, der unabhängiger von bestimmten Plattformen und Standardpaket-Versionen macht.
– Mittelfristige und langfristige Planung ist nicht zu erkennen. Welche Strategie verfolgt die IT für die nächsten 5-10 Jahre?
– Forderung nach Ausarbeitungen / genauerer Untersuchung:
Es wurde bsw. von Dr. Ott nicht dargelegt, welche der ca.130-160 Fachanwendungen wann mit jeweils Wirkung an wievielen Arbeitsplätzen tatsächlich im Einzelnen von Schnittstellenproblemen betroffen sein werden.

Es ist nicht bekannt, ob es für die mglw. betroffenen Anwendungen (Anzahl, Art und Umfang unbekannt) doch jeweils Alternativen oder Schnittstellenanpassungen durch Lieferanten geben wird.

Durch Herrn Dr. Ott wäre zu beantworten:
Es sollte schon heute in der IT eine Matrix vorhanden sein, aus der man entsprechende Abhängigkeiten der Fachanwendungen erkennen kann:
– welche Fachanwendungen existieren
– wieviele Nutzer haben diese Anwendungen
– welche Schnittstellen haben diese Anwendungen
– wovon sind diese Anwendungen abhängig (hier nur die Abhängigkeit von pc- Betriebssystem und office-Paketen (microsoft, openoffice, libreoffice).
– speziell die Unabhängigkeit von microsoft sollte hier mit dargestellt werden.
– bei welchen Anwendungen gibt es keine Unterstützung von openoffice/libreoffice
– gibt es für diese Anwendungen Alternativen, die openoffice/libreoffice unterstützen oder sind die Hersteller ggf. bereit diese Unterstützung zu gewährleisten, sofern der Kunde dies wünscht?

Möglichkeiten des Einsatzes von kostenfreien Textverarbeitungen / Tabellenkalkulationen (Opensource) oder zumindest günstigeren Alternativen (MS-office-komaptible Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationswerkzeug kosten bsw. auf iPad nur je 7,99) wurden nicht untersucht.

Dem Finanzausschuss fehlt bislang eine Kostenübersicht inkl. Personal, Schulung, Geräte und weitere Anwendungen die im Zuge der updates auch nachgezogen werden müssten. Also ein Kostengesamtbild für diese Umstellung. Personalkosten insofern, um festzustellen, wieviel Zeit für die Umstellung aller Geräte investiert wird und ob diese überhaupt vom eigenen Personal geleistet werden kann oder ob man auch dort auf externe Resourcen zurückgreifen wird.

Selbst wenn diese Kosten in dem aktuellen (in Zukunft dynamischen?) IT-Ansatz enthalten sind, würden Geld/Zeit ja nicht für Alternativen zur Verfügung stehen…

Es sollte auf jeden Fall kreativ nach Alternativen geschaut werden und nicht nur der scheinbar „einfachste“ Weg gewählt werden.

Nicht jeder braucht alles in der jeweils neuesten Version!
Es gibt bestimmt eine Menge Mitarbeiter der Stadt die nie eine Präsentation machen; es muss auch nicht für immer ‚Powerpoint‘ sein.

Das macht gewiss Mancher der besten Gewerbesteuerzahler in Flensburg ebenso.
—-
Die anderen Punkte der Beschlußvorlage sind ebenfalls würdig neu durchdacht zu werden.
Eine „Dynamisierung“ der IT-Investititionen – wie jetzt vorgelegt – ist auf jeden Fall nicht förderlich, kreative Lösungen zu finden.

Auskunft zur IT-Planung der Stadt Flensburg gibt:
Dr. Marcus Ott, IT-Leiter Stadt Flensburg:
service@conware-consulting.de
http://www.conware-consulting.de/

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ps: Ich selbst werde dieses Thema erst ab Mitte Februar 2012 weiter begleiten können.

pps: Dieses Dokument wurde erstellt und versandt mithilfe einer Software, die mehr als 8 Jahre alt ist (Netscape/7.1).

Mit freundlichem Gruss,
Best regards,
Jürgen Wehner
MedizInfo®
———————–
Tel.: +49 (0) 461 1825096

Schiffbrücke 45
D-24939 Flensburg
Germany
———————–:

Jetzt erneuert:
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Mediadaten:
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Café Zukunft Veranstaltung am 22.11.2011: „Dreck-Ronald oder das selbstgemachte Leben?“

Wir helfen uns als Verbraucher selbst

Liebe Freunde und Interessierte von Café Zukunft,

die nächste Veranstaltung von Café Zukunft in Flensburg lautet:

„Dreck-Ronald oder das selbstgemachte Leben?“ mit dem Untertitel: „Wir helfen uns als Verbraucher selbst“
Sie ist unser Titel zur Selbstversorgung und findet am Dienstag, den 22. November um 19 Uhr in der Neustadt 12 (Stadtteilhaus) statt.

Wie immer ist die Teilnahme kostenfrei und sind Spenden jederzeit sehr willkommen.

Der CO2-Ausstoß ist laut kritischer Fachleute weltweit um 6 Prozent gestiegen statt wie gehofft zu sinken. Auch das Ozonloch vergrößert sich.
Entweder greifen wir aufgrund unseres vorhandenen Wissens über die bedrohliche Lage aktiv ein oder uns werden die zu erwartenden miesen Zustände überrollen.

Einige Menschen in Europa beginnen jetzt ihre Versorgung in die eigenen Hände zu nehmen, sich auf lokale und regionale Produktion umzustellen.
In England begann diese Energie- und Versorgungswende-Bewegung in Totnes, ein Ort mit 8500 Einwohnern, siehe www.transitiontowntotnes.org

Inzwischen ist sie auch in Deutschland angekommen. Beispiele finden sich auf Seiten, wie: www.transition-initiativen​.de und www.training-for-transitio​n.de
Transition steht übersetzt für Wandel, Übergang

Es gibt also bereits Gemeinschaften, die entschieden, entschlossen und konkret anfangen. In Rob Hopkins‘ Buch mit dem Titel „Energiewende, Das Handbuch – Anleitung für zukunfsfähige Lebensweisen“  beschreibt der Autor das Konzept dieser Bewegung. Es erschien im Jahr 2008 beim Verlag Zweitausendeins.
http://www.amazon.de/gp/product/3861508826/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me==

Am 22. November werden Beispiele kommunaler und gemeinschaftlicher Selbstversorgung vorgestellt. Dabei werden erste Schritte für Flensburg und rundum entwickelt und diskutiert.

Im Web, Plakate siehe dort:
http://cafezukunft.co.de/cms/pages/flensburg/dreck-ronald-oder-das-selbstgemachte-leben.php
Facebook:
https://www.facebook.com/event.php?eid=286184114754577

Was ist „Café Zukunft“?

Bei dem „Café Zukunft“ handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe zu aktuellen Themen. Es sollen Themen zur Sprache kommen, die uns alle angehen. Wir sind ein loser Verbund engagierter Bürger in Flensburg, die die Atomenergie hinterfragen, sich der Flüchtlinge in Flensburg annehmen, die Gentechnik thematisieren, auf die Armut in Flensburg hindeuten und die Demokratie kritisch betrachten wollen.

Für das Café Zukunft Flensburg stehen:

Ursula Thomsen-Marwitz, utm-nord@online.de, Tel. 04613155521
Susanne Holm, su-holm@t-online.de, Tel. 04613155475
Peter Walpurgis, AB und Fax, Tel. 046124505
Michael Malien, cafezukunft@gmx.de, Tel. 046132953

Für das Café Zukunft Husum steht:
Sigrid Saxen, sisax@web.de, Tel. 0484182510

Gemeinsamer Internetauftritt: http://cafezukunft.de

„Basta Ya! Es reicht! – FrauenStimmen gegen Gewalt“ am 21.11.2011 im Borgerforeningen

Vortrag, Diskussion und Musik mit

Marina Rios, Leiterin des Bereichs Arbeitsrechte bei der Frauenorganisation Las Mélidas, El Salvador

Musik: Mercedes Terrazas und Jens Richter (Gruppe Amerindia)

Montag, 21. November 2011 um 19.30 Uhr im Restaurant Borgerforeningen, Holm 17, Flensburg

In ihrer langjährigen Arbeit mit Maqlia-Arbeiterinnen und aktuell in der Unterstützung der Organisation der Hausangestellten setzt Marina Rios sich aktiv für Frauenrechte ein. Zusätzlich zu ihrem Studium der Sozialen Arbeit hat sie eine Ausbildung für Psycho-Drama absolviert. Mit dieser psychotherapeutischen Methode , bei der durch Rollenspiele Handlungszusammenhänge reflektiert werden, hilft sie Frauen, Gewalterfahrungen zu verstehen, zu verarbeiten und mögliche Lösungswege zu finden.

Veranstalter: Evangelisches Frauenwerk, Arbeitsstelle Ökumene und Migrationsfachdienst des Diakonischen Werks

Eintritt frei

Berliner Compagnie und „Die Weißen kommen“ am 23.11.2011 in der Theaterschule Flensburg

Ein Theaterstück über Afrika. Über uns.

Liebe Attacies, Freunde und Förderer,

am Mittwoch 23.11. führt die Theatergruppe Berliner Compagnie das Stück „Die Weißen kommen“ in der Theaterschule Flensburg, Adelbyer Kirchenweg 1 (ehemaliges Palastkino) auf.

Beginn 19:30 Uhr, Einlass 19 Uhr.

Veranstalter ist Attac Flensburg. Es ist etwas Besonderes, dass wir die Theatergruppe mit dem anspruchsvollen politischen Stück nach Flensburg holen konnten und es ist unser Bestreben, dass sie vor ausverkauftem Haus spielen können. Deshalb würden wir uns über Euer Kommen freuen und bitten, dass Ihr die Aufführung in Eurem Umfeld bekannt macht.

Gefördert wird die Aufführung von der Stadt Flensburg, den Gewerkschaften DGB, IG Metall, GEW und Ver.di sowie vom Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und der Rosa Luxemburg Stiftung.

Kartenvorverkauf: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34 in Flensburg  und Buchhandlung Hilary in Harrislee. Restkarten an der Abendkasse. Karte 12 €, ermäßigt 7 €. www.berlinercompagnie.de

Herzliche Grüße
Manfred Schinkel, Attac Flensburg

Mehr zum Stück im nachfolgenden Text der Berliner Compagnie: 

Das Spiel beginnt mit weißen Tradern, Bankern, Kolonisatoren, Sklavenhändlern. Zug um Zug unterwerfen sie den schwarzen Kontinent. Auf ihrer Jagd nach immer größerem Gewinn kennen sie kein Gesetz. Diebstahl, Raub und Völkermord – fast alles ist erlaubt. 
Wer jedoch eine zentrale Spielregel verletzt, wird vom scheinbar allmächtigen Gamemaster aus dem bisherigen Spiel hinausgeworfen. Von einem Augenblick zum anderen ist er nicht mehr Weißer, sondern Schwarzer; kein Herr mehr, sondern Sklave, Rebell, Freiheitskämpfer.
Kannten sie bislang den Kontinent nur aus der Sicht der Eroberer, so lernen sie jetzt das Sklavenschiff, die Zwangsarbeit auf der Plantage, die Massaker an den Aufständischen kennen. Sie leben das Leben der Ausgebeuteten und Unterdrückten, geraten in Revolten und Revolutionen.
Jetzt würden sie gerne mit dem Spiel aufhören. Aber sie können offenbar die virtuelle Welt nicht mehr verlassen. Als Gäste in der schwarzen Haut kämpfen sie sich durch die Jahre und Epochen zurück in die Gegenwart.

Motiviert zu dem Stück wurden wir durch die Beobachtung, dass in der Öffentlichkeit ein großes Missverhältnis besteht zwischen einer durchaus starken emotionalen Betroffenheit aufgrund der von den Medien verbreiteten Bildern der Not einerseits und einer katastrophalen Unkenntnis der wirklichen Ursachen dieser Not andererseits. In Umfragen wird auf die Frage nach Instrumenten zur Bekämpfung des Hungers in der Welt fast ausschließlich Nahrungsmittelhilfe, Entwicklungshilfe oder bessere Regierungsführung genannt. Schlechte Regierungsführung geben in einer jüngsten Umfrage gerade die besser Verdienenden bei uns als größtes Problem der Entwicklungsländer an. 
Die meisten Bürger bringen die elenden Zustände weder mit den augenblicklichen, von der EU und ihrer eigenen Regierung mitgesetzten weltwirtschaftlichen Regeln, noch mit der europäischen Kolonialgeschichte, noch mit ihrem eigenen Konsum oder Wahlverhalten zusammen. 

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO 2009) übersteigt die Zahl der Unterernährten erstmalig die Milliarden-Grenze. Ein Drittel von ihnen lebt in Afrika. Das Millenniums-Ziel, den Hunger in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren, wird ganz offenbar scheitern. 

Wir möchten mit unserem Stück auf die externen Ursachen der Katastrophe in Afrika hinweisen und zwar auf diejenigen, die mit Europa zu tun haben, mit uns. Denn obwohl wir hohe Summen als Entwicklungshilfe an Afrika schicken, schädigen wir – bzw. unsere Regierungen, unsere Konzerne – auch ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Kolonialzeit offenbar weiterhin und auf verschiedene Weise unseren Nachbarkontinent. Dieses Problem steht im Zentrum des Projekts.

Link zum VIDEO auf  BRF-online

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