Archiv für den Tag 8. Oktober 2011

Occupy:Frankfurt – Protestmarsch am 15. Oktober

Weltweiter Aktionstag: Demonstranten bringen Wall-Street-Proteste nach Frankfurt

Wir dokumentieren anlässlich uneres Blog-Beitrages zum Thema Occupy Wall Street untenstehend den Aufruf von Occupy:Frankfurt zum Protestmarsch am 15. Oktober:

15. Oktober – Vereinigt für einen weltweiten Wandel

Am 15. Oktober werden Menschen aus der ganzen Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika bis Europa protestieren die Menschen, um ihre Rechte einzufordern und eine wahre Demokratie zu verlangen. Es ist Zeit, daß wir uns alle einem globalen, gewaltfreien Protest anschließen.
Die herrschenden Mächte arbeiten zum Vorteil einiger Weniger und sie ignorieren den Willen der überwiegenden Mehrheit. Diese untragbare Situation muss ein Ende haben.

Occupy Frankfurt - ProtestplakatOccupy Frankfurt – Protestplakat

Vereinigt in einer Stimme werden wir den Politikern, und der Finanzelite, denen sie dienen, sagen, dass es an uns, den Bürgern, ist, über unsere Zukunft zu entscheiden. Wir sind keine Waren in den Händen der Politiker und Banker!
Am 15. Oktober werden wir uns auf der Straße treffen, um den weltweiten Wandel, den wir wollen, zu beginnen. Wir werden friedlich demonstrieren, reden und organisieren bis wir es geschafft haben.
Es ist Zeit uns zu vereinen. Es ist Zeit dass sie uns zuhören! Menschen der Welt, mobilisiert euch!

Wir treffen uns am
Samstag, den 15. Oktober 2011 um 12:00 Uhr
An der Hauptwache
60313 Frankfurt am Main
anschließend Marsch zur Europäischen Zentralbank

Gemeinsam mit den Mitgliedern anderer Bewegungen wird es eine öffentliche Kundgebung inklusive offenem Mikrofon nach dem Vorbild der Demonstrationen in New York geben. Eine anschließende Blockade des Platzes auf unbestimmte Zeit ist beabsichtigt.

Occupy:Frankfurt ist Teil einer globalen Bewegung, die sich gegen die Macht der Finanzmärkte und Banken richtet. Ausgehend von den Protesten an der New Yorker Wall Street wird auch die Bankenstadt Frankfurt ein zentraler Ort für friedliche Demonstrationen.
Zentrale Aufgabe ist die Verbreitung der Informationen über jene Mißstände, die durch die Macht der Finanzmärkte verursacht wurden. Die Occupy-Bewegung wird die Finanzsektoren der Metropolen unserer Welt für unbestimmte Zeit gewaltfrei blockieren. Unser Ziel ist es, den Einfluß der bisherigen Wirtschaftsordnung auf Politik, Medien und somit unser tägliches Zusammenleben einzuschränken und letztlich wieder eine menschennahe und sozial orientierte Gesellschaftsordnung zu schaffen.
Die globale Occupy-Bewegung versteht sich nicht als reiner Systemprotest, sondern ist logische Konsequenz eines durch Gewinnstreben und Ausbeutung gelenkten Wirtschaftssystems. Wir sind nicht gewillt, der Profitgier und dem skrupellosen Wachstum zugunsten einer winzigen Elite weiter zuzusehen! Alle Menschen der Welt haben ein Recht auf eine Regierung und eine Wirtschaftsordnung, die zu ihren Gunsten und nicht gegen sie handelt.

Twitter-Aktionskonto: http://twitter.com/OccupyFrankfurt IRC http://irc.lc/anonops/occupyfrankfurt (das direkte Einloggen über den Link in den IRX Chat funktioniert oftmals wegen Überbelastung nicht. Abhilfe: Installieren eines Tools wie ‚xchat‘ – damit kann man sich dann ohne Probleme einloggen)

Hiergeht´s zur Occupy:Frankfurt-Startseite: http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php?id=startseite

Zum gleichen Thema ein Beitrag aus gulli.com – news – views von Annika Kremer. Zu finden unter http://www.gulli.com/news/17276-occupyfrankfurt-protestmarsch-am-15-oktober-2011-10-06

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Piraten in Flensburg – Treffen am 13.10.2011 im Borgerforeningen

Setzt Segel – Kurs Kiel!

Nachdem das Berliner Wahlergebnis der Piraten-Partei einen unerhofften Rückenwind verschafft hat, will man nun auch in Flensburg alle Segel setzen. Die Landtagswahl wird ein erster Prüfstein für die junge Partei in Schleswig-Holstein sein. So wie es aussieht, werden die Piraten für die erfolgreiche Enterung des Landesparlaments in Kiel aber noch viel tun müssen.

Wer mehr über die Partei und ihre Flensburger MitstreiterInnen erfahren möchte, der ist herzlich eingeladen zum

Stammtisch der Flensburger Piraten-Partei
am Donnerstag, dem 13.10. um 19.30 Uhr
im Restaurant Borgerforeningen, Holm 17

Mehr zu den Flensburger Piraten auch unter: http://www.piratenpartei-flensburg.de/

Drogenmissbrauch, Suff und Gewalt in Flensburg – Was tun gegen die Folgen von Verarmung und Verelendung?

Obdachlosen droht Ausgrenzung und Repression bei der öffentlichen Debatte

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer (AKOPOL-Fraktionsvorsitzender)

Seit einiger Zeit nimmt die öffentliche Debatte um den Alkohol- und Drogenmissbrauch auf offener Straße zu. Dass das Elend nun wieder vor aller Augen ausgerechnet Platz in der Fußgängerzone nimmt und sich Obdachlose vor leerstehenden Ladengeschäften treffen, passt vielen FlensburgerInen nicht. Das erinnert stark an den Streit um die sog. S-Bank in der Fußgängerzone, die von Punks und unangepassten Jugendlichen vor mehr als zwanzig Jahren als zentraler Treffpunkt auserkoren wurde.  Nun laufen vor allem Obdachlose zunehmend Gefahr Zielscheibe von Ausgrenzung und Repressalien und in einen Topf mit gewalttätigen Suchtkranken geworfen zu werden.

Allerdings beobachtet auch die AKOPOL-Fraktion mit großer Besorgnis den zunehmenden Alkohol- und Drogenmissbrauch auf offener Straße und die damit verbundenen Auswirkungen auf das öffentliche Leben in der Stadt. Wir sehen allerdings die Ursache hierfür in einer rasant ansteigenden Verarmung zahlreicher Menschen in Flensburg und den damit verbundenen sozialen und psychischen Folgen für die Betroffenen. Dennoch halten auch wir es für notwendig, im Zweifelsfall und zum Schutz aller BürgerInnen ordnungsrechtlich und polizeilich ganz klare Grenzen zu ziehen, sofort und unmissverständlich einzuschreiten, wenn es zu Regelverstößen und Gewaltanwendung kommt.

Die AKOPOL-Fraktion ist aber der Auffassung, dass diesem Problem allein mit ordnungsrechtlichen und polizeilichen Maßnahmen nicht beizukommen ist. Wir halten es für notwendig und vorrangig, städtischerseits ein neues sozialarbeiterisches Handlungskonzept zu entwickeln, mit dem neben einer verbesserten psychosozialen und medizinischen Betreuung und Beratung diesen Menschen auch zukünftig Angebote bereitgestellt werden, die ihnen tatsächlich ermöglichen aus dem Teufelskreis Verarmung, Suff, Drogenmissbrauch und Obdachlosigkeit aussteigen zu können. Das sollte in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits-, Ordnungs-, und Sozialamt, sowie den Suchthilfe- und Selbsthilfeorganisationen und den Betroffenen geschehen. Dazu gehört insbesondere auch eine viel stärkere personelle Präsenz städtischer Streetworker, ehrenamtlicher und professioneller Suchthelfer bei der Betreuung dieses Personenkreises.

Um auf Dauer dieses Problem halbwegs in den Griff zu bekommen, halten wir es ebenso für notwendig, Projekte zu entwickeln, mit denen diesen Menschen neben einer klaren Ausstiegs- bzw Einstiegsperspektive auch adäquate Arbeitsplätze/Beschäftigungsalternativen und Wohnmöglichkeiten (nicht Wilhelminental) angeboten werden können. Ziel muss es sein, auch diese Menschen würdevoll und respektvoll zu behandeln und alles zu tun, um sie wieder in die Mitte unserer Gesellschaft zu nehmen. Das bedeutet auch ihnen wieder die umfängliche Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben der Stadt zu ermöglichen.

 

Mehr zum Thema auch in den untenstehenden Presseartikeln:

Eine Reportage von Marc Reese in der Flensborg Avis vom 11.10.2011 „Sie werden traurig und öffnen das nächste Bier“ unter Fl. Avis 11.10.2011

Ein Beitrag von Tilla Rebstorf in der Flensborg Avis vom 12.10.2011 De marginalisere grupper et kumme pa dagsordenen und ein Artikel von Marc Reese Ansätze gegen Suff auf offener Straße ebenfalls in der Flensborg Avis vom 12.10.2011 unter: Fl. Avis 12.10.2011

Ein Bericht von Holger Ohlsen im Flensburger Tageblatt vom 12.10.2011 Auf Sparkurs mit Flensburgs Suchthilfe „Wir sind an der Leistungsgrenze!“ unter: Flbg. Tageblatt 12.10.2011

Ebenfalls erschien zum gleichen Thema in der Zeitung Blickpunkt Nr. 59 vom November 2011 ein Artikel Eine ganz besondere Art der Säuberung in Flensburg unter: Blickpunkt Nr. 59 November 2011

Occupy Wall Street – Sparen für die Banken, nein Danke!

Welt oder Wall Street? – Aufruf und Unterschriftensammlung von avaaz.org

Angesichts des neuen, hunderte Milliarden Euro umfassenden Rettungsschirms für die nationale und internationale Banken-Mafia möchten wir den untenstehenden Aufruf von avaaz.org unseren Blog-LeserInnen nicht vorenthalten.

Liebe Freundinnen und Freunde,

Tausende Amerikaner besetzen die Wall Street — und schließen sich damit einer weltweiten Bewegung an, die von Madrid bis Jerusalem wahre Demokratie ohne korrupte Interessen fordert. Wenn Millionen von uns sich anschließen, geben wir ihnen Rückhalt und zeigen Medien und Politikern, dass dies keine Randgruppe ist. Klicken Sie unten, um zu unterzeichnen — jede Unterschrift wird auf einem riesigen Live-Zähler im Herzen der Wall-Street-Besetzung gezählt:

Tausende Amerikaner besetzen gewaltfrei die Wall Street — das Zentrum globaler Finanzmacht und Korruption. Die Besetzer sind der neueste Lichtblick einer Bewegung für soziale Gerechtigkeit, die sich wie ein Lauffeuer von Madrid nach Jerusalem und in mehr als 146 weitere Städte ausbreitet. Aber sie brauchen unsere Hilfe, um zu gewinnen.

Einfache Familien bezahlen die Rechnung für eine Finanzkrise, die von korrupten Eliten verursacht wurde. Die Demonstranten fordern nun echte Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Transparenz. Aber die Behörden üben Druck auf sie aus, und gewisse Medien tun sie als Randgruppen ab. Wenn Millionen von uns sie weltweit unterstützen, können wir ihre Entschlossenheit kräftigen und den Medien und Politikern zeigen, dass die Proteste Teil einer riesigen Bewegung sind, die eine breite Basis in der Gesellschaft genießt.

Dieses Jahr könnte das 1968 unseres Jahrhunderts werden. Aber um Erfolg zu haben, muss die Bewegung alle Bürger und alle sozialen Schichten mit einschließen. Klicken Sie hier, um sich der Forderung nach echter Demokratie anzuschließen — wir werden einen riesengroßen Live-Zähler für alle Unterzeichner im Herzen der Besetzung in New York errichten, und live auf die Petitionsseite webcasten:

http://www.avaaz.org/de/the_world_vs_wall_st/?vl

Die weltweite Protestwelle ist das neueste Kapitel in der Geschichte der globalen Bürgerbewegungen in diesem Jahr. In Ägypten nahmen die Bürger den Tahrir-Platz ein und stürzten ihren Diktator. In Indien brachte der Hungerstreik eines Mannes Millionen von Menschen auf die Straße und die Regierung zum Einknicken — und zu wichtigem Handeln gegen Korruption. Seit Monaten protestieren Griechen gegen drastische Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor. In Spanien haben sich tausende “Indignados” einem Demonstrationsverbot vor den Wahlen widersetzt und ein Protestcamp auf dem Sol-Platz errichtet, um sich gegen politische Korruption und die Art, wie die Regierung mit der Finanzkrise umgeht, auszusprechen. Und in Israel haben die Bürger diesen Sommer “Zeltstädte” gebaut, um gegen ansteigende Wohnungspreise und für soziale Gerechtigkeit zu protestieren.

Diese nationalen Bewegungen verbindet eine weltweite Entschlossenheit, der gemeinsamen Sache zwischen korrupten Eliten und Politikern – die in vielen Ländern zu schädlichen Finanzkrisen beigetragen haben und nun wollen, dass einfache Familien dafür zahlen — ein Ende zu setzen. Die resultierende Massenbewegung kann nicht nur sicherstellen, dass die Hauptlast der Rezession nicht auf den Schultern der Verletzlichsten lastet, sondern auch helfen, die Balance zwischen Demokratie und Korruption wiederherzustellen. Klicken Sie hier, um der Bewegung den Rücken zu stärken:

http://www.avaaz.org/de/the_world_vs_wall_st/?vl

In jedem Aufstand, von Kairo bis New York, ist der Ruf nach verantwortungsbewussten Regierungen, die ihren Völkern dienen, laut und deutlich zu hören — und unser weltweites Netzwerk hat die Menschen dort stets unterstützt. Es ist an der Zeit, der Liebesaffaire zwischen Politiken und korrupten Hintermännern ein Ende zu setzen, und stattdessen wahre Demokratien von und für die Menschen aufzubauen.

Voller Hoffnung,

Emma, Maria Paz, Alice, Ricken, Morgan, Brianna, Shibayan und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Anti-Regierungsproteste in Spanien: Die “Indignados” geben nicht auf (N-TV)
http://www.n-tv.de/politik/Indignados-geben-nicht-auf-article3615376.html

Israelis protestieren gegen steigende Preise (Die Welt)
http://www.welt.de/politik/ausland/article13508911/Wir-gehen-erst-wenn-es-bezahlbaren-Wohnraum-gibt.html

Griechenland: Hunderttausende protestieren gegen Lohnkürzungen (Focus)
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-hunderttausende-protestieren-gegen-lohnkuerzungen_aid_634413.html

Wall-Street-Besetzer harren aus (NZZ online)
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/wall-street-besetzer_harren_aus_1.12844187.html/

Occupy Wall St – online Ressourcen für die Besetzung (auf englisch)
http://occupywallst.org/

Occupy Wall St primer (Washington Post, auf englisch)
http://www.washingtonpost.com/blogs/ezra-klein/post/occupy-wall-street-a-primer

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