ATTAC vs. Stadtwerke Flensburg: 37 Fragen – 37 Antworten

Stadtwerke beantworten umfangreichen Fragenkatalog der attac-Gruppe Flensburg

Geradezu akribisch haben die MitstreiterInnen der lokalen attac-Gruppe über Wochen hinweg 37 Fragen zur derzeitigen Unternehmensstrategie der Stadtwerke, zu kaufmännischen, technischen und Umweltaspekten zusammengetragen. Ausgangspunkt war eine attac-Veranstaltung am 29. März, auf der das erste Gerüst dieses Fragenkataloges entstand. Dabei auch äußerst pikante Fragen zu Beteiligungen an Kohle-Kraftwerken in Lünen und Krefeld. Aber auch das gescheiterte Projekt in Ventspils und verlustbringende Spekulationsgeschäfte der Stadtwerke mit Kohlefutures standen im Fokus des Interesses der Aktivisten von attac. Oder anders: alles was auch die BürgerInnen Flensburgs hinsichtlich der Zukunft ihres Energieunternehmens brennend interessiert, wurde sozusagen en bloc abgefragt.

Wer nun glaubt, dass die Stadtwerke bei der Beantwortung der Fragen versucht haben, alles schön zu reden, der täuscht sich gewaltig. Höflich und informativ wurde der größte Teil der Fragen recht zufriedenstellend beantwortet. Auch wenn einige Fragen aufgrund sehr sensibler geschäftlicher Vorgänge und Zahlen von den Stadtwerken eher vorsichtig beantwortet wurden, so muss eindeutig konstatiert werden, dass sich die Stadtwerke überzeugend um einen neuen Stil im Umgang mit der Öffentlichkeit und den BürgerInnen dieser Stadt bemühen.

Dazu gehört jetzt offensichtlich auch eine frühzeitigere Information der Öffentlichkeit und transparente Darstellung der Unternehmensaktivitäten. Dies trägt eindeutig die Handschrift des neuen Chefs der Stadtwerke, Maik Render, der bereits vor zwei Wochen in einem persönlichen Gespräch mit AKOPOL-Ratsherr Jörg Pepmeyer versprach, sich verstärkt um die Unternehmenskultur und Außendarstellung der Stadtwerke zu kümmern.

Das stellte er auch ganz praktisch unter Beweis, in dem er die Antworten der Stadtwerke auf die attac-Fragen am 3. Juni fast zeitgleich der Tagespresse und den politischen Entscheidern durch die Presseabteilung der Stadtwerke zur Verfügung stellte. So war dann bereits am frühen Vormittag auf shz-online unter: http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//fragen-an-die-stadtwerke.html für alle Interessierten öffentlich einsehbar, was bisher immer geheimnisumwittert war. (Da einige Blog-LeserInnen Probleme mit dem shz-Link hatten, hier noch mal das Originalanschreiben der attac-Gruppe mit den Antworten der Stadtwerke als PDF-Datei: Attac Stadtwerke 37 F A )

Vielleicht sollte sich Rolf Helgert, SPD-Ratsherr und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, lieber Maik Render als Vorbild nehmen. Denn bisher fiel Helgert als Chefkontrolleur des kommunalen Energieversorgers eher durch informative Zurückhaltung auf und beschuldigte gelegentlich Kritiker des alten Stadtwerke-Vorstandes um Matthias Wolfskeil, mit ihren öffentlichen Aussagen dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Wer den Schaden wirklich verursacht hat, das kann man in den untenstehenden Artikeln der lokalen Tagespresse nachlesen.

Flensborg Avis online 3.6.2011 Knapp in der Gewinnzone  unter: http://www.fla.de/?UNF=11&G=6844

shz-online 17.5.2011 Stadtwerke Flensburg – Goldene Jahre dank KWK-Plus unter: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/flensburger-tageblatt/artikeldetails/article//goldene-jahre-dank-kwk-plus.html

shz-online 4.6.2011 Flensburg – Strom-Boom und der Winter retten die Stadtwerke-Bilanz unter: http://www.shz.de/artikel/article//strom-boom-und-der-winter-retten-die-stadtwerke-bilanz.html?cHash=014cc5c7db&no_cache=1&sword_list%5B0%5D=stadtwerke

shz-online 4.6.2011 Abenteuer ade unter: http://www.shz.de/artikel/article//abenteuer-ade.html?cHash=ebe7b6775c&no_cache=1&sword_list%5B0%5D=stadtwerke

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Veröffentlicht am 7. Juni 2011 in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Stadtwerke, Stadtwerke Flensburg, Wirtschaft und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Der erwähnte Artikel zu den 37 Fragen/Antworten steht leider nicht mehr zur Verfügung.

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    • Jörg Pepmeyer

      Lieber Rudi,

      eigentlich ist der Link noch aktiv und ich konnte den Artikel eben, Dienstag 22.10 Uhr noch aufrufen. Ich habe zur Sicherheit aber noch mal das Original Anschreiben bzw. den digitalisierten Text als PDF-Datei noch mal auf den Blog eingestellt.

      Gruß, Jörg

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