(Zwei Meldungen zum Wochenende aus dem Newsletter des taz-Bewegungsteams vom 28. Juni 2012, etwas aktualisiert)
Protest gegen ESM und Fiskalpakt vor dem Bundestag
Am heutigen Abend soll der Fiskalpakt und die Gründung der neuen ESM-Institution im Bundestag beschlossen werden. Inzwischen mehren sich die kritischen Stimmen, auch in den Medien. Vielleicht besser spät als nie. Von einem kalten Putsch gegen das Grundgesetz ist die Rede. Wer sich die Verträge selber einmal durchgelesen hat, kann da leider nur zustimmen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht die Verträge kassiert. Pünktlich zur Abstimmung wird ab 15.40 Uhr vor dem Bundestag demonstriert. Mit dem Fiskalpakt verpflichten sich die Euro-Staaten zu unrealistischen Sparprogrammen, bei deren Nichteinhaltung wesentliche Teile der Haushaltspolitik von EU-Gremien übernommen werden können. Mit der Gründung der neuen ESM-Institution verpflichten sich die Euro-Staaten zudem, auf Abruf – innerhalb von 7 Tagen – bis zu 700
Milliarden Euro an die ESM-Institution zu überweisen.
Die ESM-Institution genießt vollkommene Immunität, arbeitet eng mit dem IWF und der EU-Kommission zusammen und hat weitestgehende Handlungsfreiheit in ihren Geschäften.
Der Protesttermin vor dem Bundestag: http://bit.ly/NQkxSc
Die Verfassungsklage von “Mehr Demokratie”: http://bit.ly/MDvrrb
Der ESM-Vetrag im Original: http://bit.ly/N0de9V
Der Fiskalpakt im Original: http://bit.ly/ISdAiq
Verfassungsschutz-Klausel gefährdet gemeinnützige Organisationen
Eine kleine Änderung hat große Wirkung. Nach der Sommerpause soll der Bundestag ein neues Jahressteuergestez 2013 beschliessen. In dem neuen Entwurf wurde ein Wort gestrichen, dass nun ausgerechnet dem Verfassungsschutz ermöglichen würde, Organisationen die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Wenn der Verfassungsschutz einen Verein als extremistisch einstuft, dann wäre das automatisch der Fall. Nach NPD und NSU können wir uns zwar keine vertrauenswürdigere Institution als den Verfassungsschutz vorstellen und dennoch melden 36 namenhafte NGO’s bedenken an: http://bit.ly/KFsuoF
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Die Namensliste der Nein-Sager (meine Hochachtung!)
Hier noch mal das Abstimmungsergebnis im Bundestag: Zu beiden Verträgen gab es eine Mehrheit von 490 gegen 111 bzw. 106 Stimmen. Mit Nein gestimmt haben am 29.6.2012 folgende Abgeordnete des Deutschen Bundestages (Quelle Der Spiegel):
Jan van Aken, DIE LINKE, Hamburg
Jens Ackermann, FDP, Bottmersdorf
Veronika Maria Bellmann, CDU, Eppendorf
Wolfgang Bosbach, CDU, Bergisch-Gladbach
Michael Brand, CDU, Fulda
Dr. Dietmar Bartsch, DIE LINKE, Prerow
Herbert Behrens, DIE LINKE, Osterholz-Scharmbek
Karin Binder, DIE LINKE, Karlsruhe
Matthias W. Birkwald, DIE LINKE, Köln
Heidrun Bluhm, DIE LINKE, Schwerin
Eva Bulling-Schröter, DIE LINKE, Rostock
Nicole Bracht-Bendt, FDP, Buchholz in der Nordheide
Klaus Barthel, SPD, Kochel
Marco Bülow, SPD, Dortmund
Roland Claus, DIE LINKE
Sylvia Canel, FDP, Hamburg
Thomas Dörflinger, CDU, Waldshut-Tiengen
Sevim Dagdelen, DIE LINKE, Bochum
Heidrun Dittrich, DIE LINKE, Hannover
Werner Dreibus, DIE LINKE, Hanau
Dr. Peter Danckert, SPD, Berlin
Dr. Dagmar Enkelmann, DIE LINKE, Bernau bei Berlin
Klaus Ernst, DIE LINKE, Arnstein
Alexander Funk, CDU, Bexbach
Herbert Frankenhauser, CSU, München
Dr. Peter Gauweiler, CSU, München
Josef Göppel, CSU, Herrieden
Wolfgang Gehrcke-Reymann, DIE LINKE, Berlin
Nicole Gohlke, DIE LINKE, München
Diana Golze, DIE LINKE, Rathenow
Annette Groth, DIE LINKE, Stuttgart
Dr. Gregor Gysi, DIE LINKE, Berlin
Joachim Günther, FDP, Theuma
Wolfgang Gunkel, SPD, Klitten
Heike Hänsel, DIE LINKE, Tübingen
Dr. Rosemarie Hein, DIE LINKE, Magdeburg
Inge Höger, DIE LINKE, Herford
Dr. Barbara Höll, DIE LINKE, Leipzig
Andrej Hunko, DIE LINKE, Aachen
Ulla Jelpke, DIE LINKE, Hamburg
Dr. Lukrezia Luise Jochimsen, DIE LINKE, Hamburg
Manfred Kolbe, CDU, Naunhof
Katja Kipping, DIE LINKE, Dresden
Harald Koch, DIE LINKE, Sangerhausen
Jan Korte, DIE LINKE, Berlin
Jutta Krellmann, DIE LINKE, Coppenbrügge
Katrin Kunert, DIE LINKE, Stendal
Dr. Lutz Knopek, FDP, Göttingen
Jürgen Koppelin, FPD, Bad Bramstedt
Holger Krestel, FDP, Berlin
Dr. Carsten Linnemann, CDU, Altenbeken
Paul Lehrieder, CSU, Gaukönigshofen
Sabine Leidig, DIE LINKE, Hanau/Berlin
Ralph Lenkert, DIE LINKE, Jena
Michael Leutert, DIE LINKE. Chemnitz
Ulla Lötzer, DIE LINKE, Essen
Dr. Gesine Lötzsch, DIE LINKE, Berlin
Thomas Lutze, DIE LINKE, Saarlouis
Lars Friedrich Lindemann, FDP, Teltow
Ulrich Maurer, DIE LINKE, Stuttgart
Dorothée Luise Menzner, DIE LINKE, Neustadt am Rübenberge
Cornelia Möhring, DIE LINKE, Giekau Gottesgabe
Kornelia Möller, DIE LINKE, München
Niema Movassat, DIE LINKE, Oberhausen
Dr. Georg Nüßlein, CSU, Münsterhausen
Wolfgang Neskovic, DIE LINKE. Lübeck
Thomas Nord, DIE LINKE, Potsdam
Petra Pau, DIE LINKE, Berlin
Jens Petermann, DIE LINKE, Arnstadt
Richard Pitterle, DIE LINKE. Sindelfingen
Yvonne Ploetz, DIE LINKE. Biesdalheim
Ingrid Lieselotte Remmers, DIE LINKE, Bochum
Marlene Rupprecht, SPD, Tuchenbach
Christian Freherr von Stetten, CDU, Künzelsau
Thomas Silberhorn, CSU, Berlin
Paul Georg Schäfer, DIE LINKE, Köln
Michael Schlecht, DIE LINKE, Stuttgart
Dr. Ilja Seifert, DIE LINKE, Berlin
Kathrin Senger-Schäfer, DIE LINKE, Ludwigshafen am Rhein
Raju Sharma, DIE LINKE, Eckernförde
Dr. Petra Sitte, DIE LINKE, Halle (Saale)
Kerstin Steinke, DIE LINKE, Bad Frankenhausen
Sabine Ursula Stüber, DIE LINKE, Augsburg
Frank Schäffler, FDP, Bünde
Torsten Staffeldt, FDP, Bremen
Hans Christian Ströbele, Grüne, Berlin
Rolf Schwanitz, SPD, Plauen
Dr. Kirsten Tackmann, DIE LINKE, Wusterhausen/Dosse
Frank Tempel, DIE LINKE, Saara
Dr. Axel Troost, DIE LINKE, Bremen
Alexander Ulrich, DIE LINKE, Reichenbach-Steegen
Arnold Vaatz, CDU, Dresden
Kathrin Vogler, DIE LINKE, Emsdetten
Johanna Voß, DIE LINKE, 29485 Simander
Dr. Marlies Volkmer, SPD, Dresden
Klaus-Peter Willsch, CDU, Hohenstein
Sahra Wagenknecht, DIE LINKE, Düsseldorf,
Halina Wawzyniak, DIE LINKE, Berlin
Harald Weinberg, DIE LINKE, Nürnberg
Katrin Werner, DIE LINKE, Trier
Jörn Wunderlich, DIE LINKE, Limbach-Oberfrohna
Waltraud Wolff, SPD, Wolmirstedt
Sabine Zimmermann, DIE LINKE, Werda
Alles führt ans gleichen Ziel!
1. Wenn das Bundesverfassungsgericht dagegen stimmt, gibts ein Verfassungsreferendum -> aufbauend auf der Weimarer Verfassung gemäß Art. 146, danach sind wir legitim drin im ESM.
2. Und wenn nicht, sind wir sowieso drinnen.
Wobei ich zweiteren Weg befürworte, weil uns dann immer noch die Wahl zur Freiheit offenstehen würde, wenn die Leute sich mal besinnen würden. Wenn der erstere Fall zustande käme wäre das fatal!
deswegen wieso nicht gleich auf diese Art:
http://staatschuldenluege.wordpress.com/